Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
Entstehung
Seite
54
Einzelbild herunterladen
 

54

Acllcste Urkunde

terk. Das Meer sinkt in seine Ticsc! Landcs-höhc geht wie ein Berg hervor:

Und Gott nannte das Land; Erde,die znsammengeflossenen Wasser: Meer.

Und Gott sah, daß es gut war-

Unsere Sprache bleibt in Sinnlichkeit des Gegensa-tzes zurück:

Himmel Höhe!

Erde- Niedrung, Boden i

Fußboden Gottes und der Menschen, wennman will davon aber hier nichts stehet.

Wie nun die Erde aufgcraumet und empor,gehoben worden, ob durch Naturmittel t durch Wun-der? durch Erdbeben ! durch unterirdisches Feuer? *)" mein einfältiger Moses weiß davon nichts

er ist kein Physiker und Metaphysiker: auchwürde es aus dem Anschaun des sinnlichen Bildesweichen, dems genug ist: Gottsprach und esgeschah.

Auch daß hier das Kleine der menschlichen Er-de vorgestellt werden soll **)wie klein dem Schö-pfer die Dinge Vorkommen, die uns so groß sind

die Meinung sey, daß, was eigentlich der Na-tur der Sache nach und in den Augen des Allesübersehenden Gottes nur trockene Flecken und Ein-dämmungen sind, die ihm, wie unsere Teiche, Vor-kommen, das bestimme er schon damals, daß es

*) Michaelis Anmerk. S. g.

**) Ebendas. S. ro.