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Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
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Uelteste Urkunde

stellt und geordnet! wie viel schauderhaften Aberglau-ben und Unsinn erbrütet! und wohin haben sichnicht diese sublimen Mahrchen verbreitet! wie langesich erhalten! wie viel insonderheit morgenländischeReligionen mit Gräuel und Schrecken erfüllt, un-zählige menschliche Seelen verwüstet Wer weißund ihnen nachgespüret, wird schaudern und wo-her alles, als weil man sich über Nichtseyn undSchöpfung in die Ewigkeit hinein an die StelleGottes dachte.

Glaubt man, daß unsere insonderheit geist-liche Metaphpsik schon des Wahns und derSchlacken von Theosophie ganz frei sey?Nichtsals Etwas gedacht" ist vielleicht die beste Erklärungdes Unsinns, und gewiß der hohlen Philosophie, dieso gerne ausNichts", weil es ein Wort ist, soviel schließet. Daseyn der Welt aus dem ewig mög-lichen Daseyn Gottes und aus dem ewig unmögli-chen Nichts, dem großen, hohen, allweiten Begriffe!Unsere Metaphysiken, Predigten, Beweise der Re-ligion , sogar Andachten und Katechismen*) sindvon ihm voll: Moses mag unser Auge wegkehrcn,und auf das ewige Nichts Vorhang fallen lassen,wie er will: wir kehren unsere, die Augen unsererWeiber und Kinder von Jugend auf gar geflissent-lich dahin:was sehet ihr dort jenseits der Welt?

*) Selbst die vortrefflichen Betrachtungen Jerusalemssind ganze Abhandlungen davon nicht frei: die,so Gott will, philosophische Predigten, Heilsord-nungcn, Erbauungsbücher wimmeln CramerSAndachten und sogar Lieder u. s, w.