610
Cnffe erzählte nun Alles, was zwischen ihm und dem Steuer-mannsmate vorgegangen war, wobei er Sorge trug, Johannenin seiner Erzählung die gebührende Stelle anznweisen. Nelsonbegann, mit seinem Armstümpfe zu zucken, und kaum hatte Cnffedie Geschichte zu Ende erzählt, als Clinchs Beförderung auchbereits entschieden war. Der Sekretär erhielt Befehl, die Ordreansznfertigen, und Cnffe brachte sie noch in derselben Nacht,sobald er nach seinem Schiffe znrückkehrte, mit sich ans dieProserpina.
Nelsons Beförderungen wurden — was sich so ziemlich vonselbst verstand — von dem Admiralitätsamte sammt und sondersbestätigt. Dabei war auch Clinch mit inbegriffen, der ans dieseArt zum drittem Lieutenant ans der Proserpina vorrückte.
Diese Beförderung rief plötzlich ganz neue Gefühle in ihmhervor. Er kleidete sich besser, hütete sich sorgfältig vor der Flasche,hatte mehr ans sich selber Acht, bekam durch besseren Umgangauch feinere Sitten, und hatte im Lauf der nächsten zwölf Monaterasche Fortschritte in seiner Umwandlung gemacht. Nach Ablaufdieser Zeit wurde sein Schiff nach Hans geschickt; Johanna wurdesein Weib, und empfing dadurch — in ihrer Meinung wenigstens —den Lohn für all' ihre tugendhafte Standhaftigkeit.
Cnffe ließ hiemit seine freundlichen Bemühungen für Clinchnicht enden. Er brachte es dahin, daß Letzterer das Kommandoeines Kutters bekam, mit welchem er innerhalb Monatsfrist einenKaper eroberte. Dieser Erfolg verschaffte ihm eine Kanonierbrigg,und mit dieser war er noch glücklicher, denn in einem Boots-gefechte nahm er eine französische Kriegsschaluppe gefangen, welchezwar nur halb bemannt war, aber immerhin als eine hübschePrise betrachtet wurde. Für diese Eroberung erhielt er die Scha-luppe — als neuen Beweis für die Launenhaftigkeit des Glücks,das ihn drei Jahre, nachdem er Mate gewesen war, bereits zumKommandanten erhoben hatte. Hiebei blieb er jedoch lange Zeit