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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Diese Engländer werden dich nicht unter ihren Schlachtopfcrn anf-zählen und ihre Augen an deinen reizenden Verhältnissen waiden!"

Ghita fuhr es eiskalt dnrch's Herz. Sie sank auf ihren Sitzzuruck und bemachte die Zuge ihres Geliebte» fortwährend miteinem Gefühle der Verzweiflung, obwohl unauslöschliche Zärt-lichkeit noch immer ihre Seele erfüllte.

Naonl hörte diese Bewegung; das Haupt nach dem Mädchenhinwendend, schaute er ihr eine volle Minute mit einem Theilejener innigen Bewunderung in's Antlitz, welche in glücklicherenAugenblicken so oft ans seinen Angen geleuchtet hatte.

Es ist besser so, wie es ist, Ghita," sprach er,besser, alswenn ich ohne dich leben sollte. Das Schicksal hat sich gütiggezeigt, indem es mein Elend auf diese Art endete."

O Raonl! nicht das Schicksal, sondern nur Gottes heiligerWille ist's, der über uns waltet. Täusche dich nicht selbst indiesem furchtbaren Augenblick, sondern beuge deinen stolzen Geistin Demnth, und wende dich zu Ihm um Seine Hilfe!"

Arme Ghita! Nun, du bist nicht die einzige nnschnldvolleSeele unter all' den Millionen, welche von den Priestern in'sGarn gelockt wurde, »nd ich denke, was mit dem Anfänge be-gonnen hat, wird auch bis znm Ende ansdanern"

Anfang und Ende beides ist Gott, Raonl. Seit demBeginne der Welt hat Er Gesetze verordnet, welche die Prüfungendeines Lebens ja sogar alle Trauer dieser Stunde hcrbeige-führt haben."

Und glaubst du, Er werde dir alle die Mühe verzeihen, diedu dir um einen Unwürdigen, wie mich, gegeben hast?"

Ghita beugte ihr Haupt auf die Matratze, über welcher sielehnte, und begrub das Antlitz in ihre Hände. Eine Minute langlag sie so in Gebet versunken, dann erhob sic wieder ihr Haupt, unddie Nöthe der Unschuld, wie des Gefühls, leuchtete in ihren Zügen.

Raonl lag wieder auf dem Rücken und hatte die Auge» auf