Druckschrift 
14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
568
Einzelbild herunterladen
 

568

allen Booten im Centrnm der brittischen Linie am meisten voraus,da das Fener von den Ruinen sie zu eiligem Vordringen antrieb;M'Bean war »och weiter zurück und konnte nicht ohne einen Um-weg durch die vor der Felncke ansgebrcitete Klippcnreihe kommen;überdies; mußte ihm eben dieses Hindernis; bis jetzt noch völlig un-bekannt sein. Jthuel war von Natur wie durch Gewohnheit kaltund berechnend; die jetzige Gefahrlosigkeit seiner Lage mochte jenekostbaren kriegerischen Eigenschaften bei ihm noch bedeutend ver-stärken. Seine Karronadcn waren bis zur Mündung mit Kar-tätschenpatronen vollgepfropft; dem beste» Seemanne seiner Ab-theilung herbeiwinkend, griffen Beide nach den Lunten, und Jederhielt ein Richttan in der Hand, um die leichten Kanonen, jenachdem die Umstände es erforderten, zu wenden. Beide Stückehatte Jthuel mitten ans das Kampfgewühl gerichtet, und nichtsblieb übrig, als den Moment znm Losfenern abznwarten.

Dieser Augenblick war jetzt nahe. Die Engländer hatten dieAbsicht, ans der Hanptinsel zu landen und die Ruinen mit Sturmzu nehmen. Ans diesem Grunde ruderten ihre Boote alle in con-vergirender Richtung nach einem und demselben Punkte, und dadie Rauchschichte mit jeder neue» Geschützsalve ans einander ge-rissen wurde, so war jetzt kaum fünfzig Schritte von dem beab-sichtigten Landungsplätze ein dichter Hansen der Feinde durch dieLücken in dem Pnlverdampfe sichtbar.

Jthuel stand mit seinem Gefährten bereit: Beide zielten undfeuerten zumal.

Diese unerwartete Explosion aus einer Region, welche bis jetztvergleichnngsweise stumm gewesen war, überraschte gleichermaßenFreunde wie Feinde, und jagte eine neue Dnnstwolke zwischen dieKlippen und den offenen Raum vor denselben.

Ein Schrei erhob sich ans dem dichten Kampfgewühle, himmel-weit verschieden von dem gewohnten Siegesrnfe der Engländerein Schrei, welchen der Todcskampf selbst den mnthigstcn Herzen