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die Noth bringt mich schon so weit, daß ich den Respekt, welchender Podesta dem Vicestatthalter schuldet, ans den Augen verliere,indem ich mich gedrungen fühle, Euch dieses zu sagen. Die Phi-losophie macht Euren Verstand noch ganz und gar zu Schanden;schon die Hälfte dessen, was Ihr davon besitzet, würde Euch zudem gescheidtesten Untcrthanen stempeln, dessen sich unser Großherzvgzu rühmen vermag. Was die Geschichte betrifft, so glaube ich keinWort von all' Dem, was sie lehrt — besonders seit die nördlichenNationen sie zu verfassen angefangen haben. Italien besaß einstGeschichtbücher: wo sind sie aber jetzt hingekommen? Ich meinesTheils habe noch niemals gehört, daß sich Einer mit dem Fechtenabgegeben hätte, ohne daß er förmlich znm Waffenhandwerk er-zogen, oder vielleicht ein armer Teufel gewesen wäre, der allenGrund hatte, sein Dasein überhaupt zu verwünschen."
„Ich kann dir verschiedene Gelehrte namentlich anfzählen, ehr-licher Vito, deren kriegerische Ehre einzig und allein von dem Ruhmeverdunkelt wurde, den sie durch ihre friedlicheren Arbeiten einernte-tcn. — Zn geschweigen der Waffenthaten verschiedener kriegerischerPäpste, Cardinäle und Bischöfe, so haben wir da z. B. unserenMichael Angelo Bnonarvtti. Aber dieser Gegenstand läßt sich auchnoch besprechen, nachdem die Schlacht vorüber ist. Du stehst, dieEngländer verlassen bereits ihre Schiffe, und wir werden am Endegar in den Nachtrab der Kämpfenden zurückversetzt."
„Um so besser, t'orpo cli Ilacco! wer hat wohl jemals voneiner Armee gehört, die ihr Gehirn gleich anderen menschlichen We-sen vorn im Kopfe geführt hätte? Nein, nein, Signor Andrea, ichhabe mich mit einem Rosenkranz versehen, den ich, so lange dasFeuern dauert, als guter Katholik mit meinen Ave's und Pater-nosters zu beten gedenke; seid Ihr selbst so gar heftig darauf er-picht, an dieser Schlacht Antheil zu nehmen — nun so recitirt ein-mal mit lauter Stimme eine von den Reden Eurer alten Consnlnund Generale, wie Ihr sie in den alten Büchern verzeichnet findet."