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Der junge Mann gehorchte, und jede Nerve seines Körperszitterte in dem Bewußtsein seiner Schuld: dann eilte er nach demHintertheil, warf einen einzigen Blick ans die verzweifelte Lagedes Lnggers und stürzte sich mit dem seinem Volke eigenen Un-gestüm in die See, um nie wieder an's Tageslicht zu kommen.Der traurige Selbstmord wurde Raonl augenblicklich gemeldet.
„von!" lautete seine Antwort. „Hätte er es eine Stundefrüher gcthan, so würde der Irrwisch jetzt nicht auf diesen Klip-pen wie auf einer Schiffswerfte aufsitzen. Uais, mes enksnts,courage! Wir wollen doch sehen, ob unser schöner Lugger nichtmehr zu retten ist."
Die stoische Kälte und Bitterkeit in dieser Antwort war gleich-wohl frei von jeder überlegten Grausamkeit. Raonl liebte —zunächst nach Ghita — unter allen Dingen dieser Welt seinenLugger am meisten, und in seinen Angen galt es für eine unver-zeihliche Sünde, ihn während einer Windstille, wie hier geschehen,Schiffbrnch leiden zu lassen.
Gleichwohl war der gegenwärtige Fall keiner von den seltensten.Schiffen ergeht es häufig wie Menschen, die in einem Uebcrmaaß vonZuversicht ihren Untergang finden, und die amerikanische Küste —wegen der Regelmäßigkeit ihres Ankergrnndcs für den vorsichtigenSeemann in der ganzen bekannten Welt eine der sichersten — hatmanches ähnliche Unglück anfznzählen, das blos dcßhalb möglichwar, weil gar kein Vorzeichen von Gefahr zu ersehen gewesen.Unser Held würde sich selbst eine solche Nachlässigkeit niemals ver-geben haben, und das, was die Eigenliebe uns selbst zu übersehenverbietet, wird nicht leicht ans Menschenliebe Verzeihung finden.
Die Pumpen fingen an zu sondiren, und man überzeugte sich bald,daß der Lugger so sachte und ohne alle Verletzung seiner Fugen in seinjetziges Bett cingelanfen war, daß er noch fest wie eine Flasche zn-sammcnhielt. Dies; gewährte noch sv viel Hoffnung ans eine Ret-tung des Schiffes, als die Umstände nur immer gestatten mochten.