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bauen, und in dem Gedanken, daß der Mann am Rade sein Amtpünktlich versehe, ihre eigene Pflicht vergessen.
Dieß war jetzt in gewissem Grade auch am Bord des Jrr-wisches der Fall. Einer der beste» Matrosen des Luggers standam Steuerruder, und Jeder war überzeugt, das; keine Acndernngdes Windes eintreten, kein Wechsel der Segel nöthig werdenkonnte, ohne daß Antoine sie darauf aufmerksam machen müsse.In jenem üppigen Theile der See, in welchem sie sich nunmehrbefanden, war zu dieser ruhigen Jahreszeit ein Tag dem andernso ähnlich, daß Alle am Bord mit dem regelmäßigen Umspringendes Windes vollkommen vertrant waren: Morgens Süd-, AbendsWest- und Nachts Landwind — das folgte Alles so natürlich, wiedas Ans- und Niedergehen der Sonne. Keiner fühlte eine Be-sorgniß, mährend er sich der Mahnung des Schlummers und demträumerischen Einflüsse des Klima's überließ.
Nicht so Antoine: seine Haare waren bereits ergraut und derSchlaf zählte bei ihm nicht mehr zu den dringendsten Bedürfnissen.Auch besaß er vielen Amtsstolz, eine lange Erfahrung und sehrscharfe Sinne, welche durch Uebung und mannigfache Gefahren bei-nahe prophetisch geworden waren. Er wendete die Blicke immerwieder gegen Campanella zurück, um sich zu überzeugen, ob nicht einZeichen vom Feinde zu bemerken wäre: doch die Dunkelheit ließ nichtsals die schwarzen Umrisse der hohen Felsenküste gewahren. Dannstreiften seine Augen über das Verdeck, und er sah, wie jetzt Allesvon seiner eigenen Wachsamkeit und Pflichttreue abhing. Der Standder Segel und des Wetters gab übrigens keinen Grnnd zur Be-sorgniß, und so begann er in seiner Einsamkeit mit leiser Stimmeeinen jener Tronbadonrsgcsänge anzustimmen, den er während seinerKindheit in der angeborenen langue ein miäi erlernt hatte.
So verstrichen die Minuten, bis Antoine die ersten Strahlendes Morgens- über die Bergspitzen in der Nähe von Eboli ans derDunkelheit Hervorbrechen sah. Er hatte sich bis jetzt sehr allein