gefaltet, als ob sie ihre Bewegung niederpresscu wollte. „Daskann ihn vielleicht noch retten!"
Die Jolle war eben im Begriff, nm die Felsen hernmznschwen-kcn, welche die tiefe Aushöhlung bilden, an welcher die MarinaGrande von Sorrento liegt. Die Idee seiner Nichte anffaffend,hielt Carlo die Ruderpinne hart steuerbord, indem er die beidenAndern zu gleicher Zeit anwies, ihre Ruder so rasch als möglicheinznnehmcn.
Diese gehorchten in der Meinung, er beabsichtige zu landen,um ans den Hohen Schutz zu suchen. Doch eben als sie erwar-teten, daß das Boot gegen einen senkrechten Felsen anrennenwurde, und während Raonl seine Verwunderung zu erkennen gab,wie man einen solchen Landnngspnnkt habe wählen können —glitt dasselbe durch eine» niederen Bogen, und lief mit der Ge-räuschlosigkeit einer Wasserblase, wenn sie der Strömung einesFlusses folgt, in ein kleines Wasserbecken ei».
In der nächsten Minute kamen die beiden Gigs um die Felsenherumgewirbelt; das eine eilte dicht am Ufer hin, nm die Flücht-linge am Landen zu hindern; das andere steuerte in schiefer Rich-tung quer über den Golf. Eine Minute später waren sic schonhundert Schritte weiter und das Geräusch ihrer Bewegungenwurde allmählig unhörbar.
Fünfundzwanzigstes Kapitel.
Und du besonders, Geist, der du den TempelnEin Herz vorziehst, aufrichtig, fromm und rein —Erleuchte mich mit deinem Licht.
Milton.
Der Ort, wohin sich Carlo Ginntotardi geflüchtet hatte, istan der sorrentinischen Küste in der Nähe der Trümmer von KönigJohannes Sommerresidenz unter dem Name» der ,Wasserhöhle"wohl bekannt. Höhle ist es eigentlich keine, obgleich der Eingang