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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Gewißheit auf Erfolg zählen wollte. In diesem Moment hörteman Jthnel wieder flüstern.

Die Zeit ist nahe. Der alte Carlo hat seine Befehle, nnddie kleine Ghita wird schon darauf sehen, daß er sie befolgt.Stille nnd Thätigkeit entscheiden jetzt Alles. In weniger alsfünf Minuten wird das Boot unter der Stückpforte stehen."

Raoul begriff jetzt den Plan, aber er kam ihm hoffnungslos vor.Es schien ihm unmöglich, daß man Ghita von dem Schiffe abziehenließe, ohne daß hundert Augen ihre Bewegungen beobachteten; zwarwar es.finster, aber immer noch nicht so sehr, daß man voraussicht-lich ungesehen zu ihr stoßen konnte. Doch mußte man cs ans dieseGefahr wagen, oder ein Entkommen war für immer unmöglich.

Eben wurde mit dem Sprachrohr ein Befehl gegeben, nnd dießermuthigte den Gefangenen, denn es bewies, daß der Offizier von derWache mit irgend einem Dienste beschäftigt war, der seine Aufmerk-samkeit anders wohin lenkte. Dieß war von Wichtigkeit, da nurWenige bei Seite zu blicken wagen konnten, so lange dieser Befehls-haber ihre Aufmerksamkeit in anderer Richtung in Anspruch nahm.

Raonls Gedanken drehten sich im Wirbel. Der Streit derbeiden Italiener hatte seinen Höhepunkt erreicht, nnd ihr Geschreiwar so laut, als man cs nur immer wünschen konnte. Sogardas unterdrückte Gelächter der außenstehenden Offiziere war fürihn hörbar, wogegen die Disputirenden nichts als ihre eigenenStimmen vernehmen konnten. Jedes Anstoßen des Boots gegendie Seite des Schiffes, jedes Geräusch der Ruder, wenn Carlo ,unter ihnen hernmrasfelte, sogar das Klatschen des Wassers wardeutlich wahrznnehmen. Es schien, als ob alle Interessen desLebens der Zukunft, der Vergangenheit und der Gegenwartmit den gesammten Regungen seines Herzens in diesen einzigenMoment zusammcngedrängt wären.

Da er nickt wußte, was Jthnel von ihm erwartete, so fragteer diesen auf französisch, was er zunächst vornehmen sollte.