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beschäftigt waren, um seine Bewegungen sehen oder seine Wortehören zu können.
„Der Italiener will mit seiner Nichte an's Land gehen. Allesist bereit und vorgesorgt. Ich habe mir gedacht, Ihr könntet inder Dunkelheit durch die Stückpforte schlupfen und in das Bootgelangen. Haltet Euch ruhig — wir wollen sehen."
Raonl wußte wohl, daß der bewilligte Aufschub nur von zweifel-hafter Dauer war. Im günstigsten Falle stand ihm ein englischerKerker in Aussicht, während ihm die andere Seite des GemäldesGhita's Bild vor Angen stellte. Alle seine Gefühle waren inwildem Tumult, doch kein Laut entschlüpfte seinen Lippen, sosehr war er an Selbstbeherrschung gewöhnt.
„Wann, clier kltouelle; wann?" fragte er flüsternd, undseine Stimme zitterte trotz der Mühe, die er sich gab, sich selbstzu bezwingen.
„Jetzt — too-iler-srviet — (tout-ile-suite) — das Boot liegtan der Fallreepstrcppc, und der alte Ginntotardi ist schon d'ri»;eben richten sie einen Sitz für das Mägdlein her. — Aha — daschwingt cs schon hinaus! — hört Ihr den Pfeifcnrnf?"
Raonl vernahm das Signal des Hochbootsmanns, der in diesemAugenblicke znm ,Wegstreicheist pfiff. Er lauschte angestrengt, in-dem er sich ans seinem Kanonentakcl streckte; bald hörte er dasPlätschern im Wasser, als das Boot den Meeresspiegel erreichtharte. Auch das Rasseln der Ruder war zu vernehmen, als Ghitaihren Sitz verließ und sich nach dem Hintertheile begab.
„Rund geholt," rief der Offizier auf dem Deck, worauf CarloGinntotardi im unbestrittenen Besitze seines eigenen Bootes ge-lassen wurde.
Der Augenblick war ansnehmend kritisch. Irgend Jemandbewachte aller Wahrscheinlichkeit nach das Boot vom Verdeckans, und obwohl die Nacht finster war, so mußte man doch mitder höchsten Vorsicht zu Werke gehe», wenn man mit einigerDer Irrwisch. 31