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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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in der Leinwand hereingnckten, um die Miene und das Treibeneines znm Tode Verurteilten zu beobachten. Diese Neugierdehatte ihn schon in der verflossenen Nacht sehr belästigt, und dadie Leute seht eben so begierig sein mochten, eine» Verbrecher dengewährte» Aufschub tragen zu sehe», so hatte er beschlossen, dieNacht lieber im Finstern znzubringcn.

Auf dem Kanonendeck brannten übrigens ein paar Laternen,welche sogar durch die Leinwandschoten eine matte Helle in dasStübchen warfen. Diese Schoten erstreckten sich, wie gesagt, voneiner Kanone zur andern, so daß Lickt und Luft durch die Stück-pforten freien Zugang hatten. Dadurch reichten anch die Kanvnen-takeln ans der einen Seite bis in's Zimmer und auf einem der-selben nahm Raoul nunmehr seinen Sip ein.

Vermöge seiner höheren Lebensstellung, seiner besseren Erziehungund eines feineren natürliche» Taktes übertrafAndrea Barrofaldi sei-nen Gefährten weithin in der Artigkeit des Benehmens. Letzterer wärewohl sogleich in mecliss res hineingeplumpt, hätte nicht der Viccstatt-halter ein Gespräch über allgemeine Gegenstände begonnen in der Ab-sicht, Raonl seinen Glückwunsch zu dem nenlicken Aufschübe abznstat-ten, so wie sich nur eine paffende Gelegenheit dazu darbieten würde.

In einer Beziehung war dicß eine unglückliche Verzögerung,denn Vito Viti fand nicht sobald, daß der Hauptzweck ihres Be-suches hintangestcllt werden sollte, als er wieder voll Eifer zn demfrüheren Gegenstände ihres Streites zurückkehrte, der durch denEintritt in das Gcfangencnzimmer unterbrochen worden war.

Hier der Vicestatthaltcr hat eine Theorie ausgestellt, SirSmees," begann er, sobald eine Pause im Gespräche ihm dieß ge-statteteder Vicestatthaltcr hier hat eine Theorie aufgestellt,welche die Kirche ganz gewiß verdammenswürdig nennen würde,und gegen welche die menschliche Natur sich empören muß."

Ei nein, guter Vito, du betrachtest die Sache nicht im rechtenLichte," unterbrach ihn Andrea, der sich durch einen so unvermu-