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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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unmöglich war, so wurde der Schildwache durch den Korporal derBefehl zugeschickt, daß Jeder, den der Gefangene zu empfangenwünsche, in seinem Zimmer zngelassen werden sollte. Auch die ver-schiedenen Partien erhielten die Weisung, daß sie den Vernrtheiltenbesuchen dürften, wofern Letzterer sie zu empfangen aufgelegt wäre.

Mittlerweile hatte bei der gcsammten Schiffsmannschaft einehöchst düstere Stimmung Platz gegriffen. Der wirkliche Standder Dinge war Allen am Bord bekannt, und nur Wenige hieltenes für möglich, daß Clinch den Fondroyant erreichen, seine Be-fehle empfangen und noch zeitig genug zurück sein könne, um dieExemtion zu verhindern. Es war nur noch drei Stunden biszu Sonnenuntergang, und statt zu schleichen, schienen die Minu-ten eher zu fliegen.

Der menschliche Geist ist einmal so beschaffen, daß Ungewißheitseine meisten Regungen steigert selbst die Furcht vor dem Todeerzeugt oft eine heftigere Erschütterung, als die wirkliche Annähe-rung desselben. So erging es den Offizieren und der Mann-schaft der Proserpina. Wäre keine Möglichkeit, die Exemtionzu vermeiden, vorhanden gewesen, so würden sie sich gefaßt undeinem unausweislichen Uebel ruhig unterworfen haben; aber dieschwache Hoffnung, die sich noch zeigte, erzeugte eine fiebcrisckeAufregung, die sich bald und in einem Maaße über Alle verbrei-tete, wie wenn ein feindliches Schiff vor ihren Augen stünde, dasJeder zuerst hätte kapern sollen.

Minute ans Minute flog vorüber, und dieses Gefühl wurdeallmählig so heftig, daß wir die Gränzen der Wahrheit wohlkaum überschreiten werden, wenn wir behaupten, Seiner britti-schen Majestät Schiff Proserpina habe unter allen Wechselfällendes Kriegs nie eine so fiebcrische Stunde verlebt, als eben in jenerPeriode unserer Erzählung. Hundert Angen waren fortwährendauf die Sonne gerichtet, und mehrere der jungen Herren versam-melten sich auf dem Vorkastell in der einzigen Absicht, der Land-