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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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geben: aber das Hängen ist eine Execution und keine Strafe.Gott verhüte, daß ich mein Lebenlang jemals auf ein Schiffkomme, wo keine Strafe stattfinden durfte aber ich werde nach-gerade zu alt, um Executioncn noch mit einigem Vergnügen an-sehen zu können. Ein Dienst, der nicht mit Freuden gethan wird,'ist jedenfalls nur ein armseliger Dienst, Sir."

»Es gibt manche unangenehme, ja sogar peinliche Dienstgeschäfte,Strand. Die Execution eines Menschen aber welches auch immersein Vergehen sein möge gehört unter die allerpeinlichsten."

Ich meines Theils, Kapitän Cnffe, mache mir aus dem Auf-knüpfen eines Meuterers nicht sonderlich viel, denn er ist einGeschöpf, welches die Welt eigentlich nicht beherbergen solltebei einem Feinde und Spion ist's aber wieder etwas Anderes.Unsere Pflicht verlangt von uns, für König und Vaterland, sogut wir können, zu spionircn, und mit Leuten, die ihre Pflichterfülle», sollte man nicht allznhart verfahren. Mit einem Burschen,der nicht Ordre zu pariren versteht und seinen Willen über denseiner Vorgesetzten stellt, habe ich keine Nachsicht: aber ich kannnicht cinsehen, warum die Herren bei Kriegsgerichten so hart mitLeuten umgehen, welche das Recognosciren etwas weiter treiben,als gewöhnlich."

Das kommt daher, Strand, weil Flotten weniger als Armeendem Versuche des Spionirens ausgesetzt sind. Ein Soldat haßteinen Spion ebensosehr wie Ihr einen Meuterer, und zwar, weiler mittelst eines solchen vom Feinde überfallen und im Schlafehingewürgt werden kann. Nichts ist für den Soldaten unerfreu-licher, als überfallen zu werden, und das Gesetz gegen Spionewenn gleich ein allgemeines Kriegsgesetz stammt wohl ursprüng-lich eher von den Soldaten, als von den Seeleuten her."

Ja, Sir ich darf wohl sagen, Euer Gnaden haben recht.Der Schuldige ist dann ein Hernmstreicher, im besten Falle einSoldat, und diese Meinung beweist es. Nun denkt Euch einmal,