wird heute keine Macht über ihn üben. Ich habe ihm den Wegzu einem Lientenantspatente eröffnet, und Niemand kann schnellerin einem Boote nach Neapel gelangen, als Clinch, wenn cs ihmwahrhafter Ernst ist. Er wird die Nachmittagsbrise, falls einesolche eintreten sollte, so gut als möglich benützen, und ich habeein Signal mit ihm ansgemacht, mittelst dessen er mir das Resultatsogar bis ans acht bis zehn Meilen Entfernung mittheilen kann."
„Hat Euch Lord Nelson in dem Befehle keinerlei Vollmachtüberlassen, Sir?"
„Nein — wofern sich nicht Raoul Ivard mit deutlichen Worten ,bereit erklärt, den Lugger anfzngeben. Für diesen Fall habe icheinen Brief, der mich bevollmächtigt, die Execution so lange zuverschieben, bis ich mit dem kommandirenden Admirale direktverkehren kann."
„Wie unglückselig sich doch Alles fügen mußte! Ist dennkeine Möglichkeit vorhanden, Sir, irgend einen Fall aufzustellen,der jene Vollmacht vorderhand anwendbar machte?"
„Das ginge vielleicht für Einen von Euch, Mr. Griffin, die ihrkeine Verantwortlichkeit habt," versetzte Cuffe etwas scharf; „ichmeines Theiles möchte aber lieber vierzig Franzosen anfknüpfen, alsmich von Nelson wegen Dienstnachlässigkeit ans krönten lassen."
Cnffe drückte sich hier etwas stärker ans, als er vielleicht be-absichtigte: doch der Kommandant eines Kriegsschiffes pflegt seineWorte nicht immer so genau abznwägen, wenn er sich zu der Be-sprechung eines Gegenstandes mit einem Untergebenen herabläßt.Seine Erwiederung mußte Griffins Eifer einigermaßen dämpfen,obgleich das Gespräch nichtsdestoweniger fortgesetzt wurde.
„Nun, Sir," antwortete der Lieutenant, „so viel weiß ich ge-wiß, daß wir Alle so dringend wie Ihr selbst wünschen, unserSchiff mit dieser Epcention verschont zu sehen. Erst gestern wares, wo wir nns in der Konstabelkammcr gegen einige Offiziere