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Wesen, und stand dabei ans, wie wenn er von seinem Versucher alleferneren Höflichkeiten verschmähte. „Ich weis;, was Ihr von »nsKapern haltet; aber ein Offizier in einem ehrenvollen Dienst sollte sichdennoch wohl besinnen, ehe er einen Mann in die Versuchung führt,eine Handlung wie diese zu vollbringe». Die Thatsache, daß dasLeben Eures Gefangenen auf dem Spiele steht, sollte eine» bravenSeemann bei jeder Einwirkung ans dessen Furchtsamkeit oder Cha-rakterstärke nur um so zartfühlender machen. Aber, wie gesagt, ichvergebe Euch, Monsieur, wenn Ihr Euch selbst vergeben könnt."
Cnffe stand verlegen da. Das Blut drang ihm zum Herzenund schien dann durch die Poren seines Gesichts Hervordringen zuwollen. Der heftigste Unwille drohte ihn beinahe zu verzehren:bald aber wurde er wieder er selbst und begann die Dinge indem Lichte zu betrachten, wie er's in kühleren Augenblicken zuthnn gewohnt war. Doch konnte er immer noch nicht sprechen,sonder» ging in der Kajüte auf und ab, um seine Selbstbeherr-schung wieder zu gewinnen.
„Monsieur Ivard," begann er endlich, „ich bitte Euch aufrich-tig und von Grund meines Herzens um Verzeihung. Ich kannteEuch nicht, sonst würde ein solcher Vorschlag Euch niemals ver-letzt oder einen brittischen Offizier in meiner Person beschimpfthaben. Auch Nelson ist gewiß unter allen Lebenden der Letzte, derdas Gefühl eines Feindes, wenn er ein Ehrenmann ist, verwun-den möchte - aber wir haben Euch nicht gekannt. Die Kapers-lente zeigen nicht alle Eure Denknngsweise, und das war es,was uns zu einem Jrrthnm verleitete."
„louelrei'.-Iilsprach Raonl, seine Hand ihm freimüthig ent-gegenstreckend. „Uansienr la llapitaine, Ihr und ich, wir solltenuns einmal ans zwei hübschen Fregatten — jeder für die Ehreseines Vaterlandes — gegenüber stehen: möchte auch der Ans-gang sein, welcher er wollte — er würde jedenfalls den Grundzu einer ewigen Freundschaft legen. Ich habe lange genug in