getroffen werden, daß es Einem nntet so traurigen Umständengelingt, das Versäumte wieder nachzuholen.
Nach einer halben Stunde stand Clinch in seinem besten Anzügeznm Dienst bereit- Die Offiziere des Quarterdecks betrachteten mitErstaunen alle diese Vorkehrungen, denn in neuerer Zeit war der Un-tersteuermann in diesem Theile des Schiffes überhaupt nur sehr seltengesehen worden. Doch ans einem Kriegsschiffe macht die Disciplineinen Theil des Glaubens aus, und Niemand wagte Fragen zu stellen.
Der Kapitän schloß sich mit Clinch abermals einige Minutenlang ein und ertheilte ihm seine Befehle; dann sah man den Mannmit froher Miene das Schiff verlassen, und des Kapitäns eigenesBoot — den schnellsten Ruderer der Fregatte — besteigen.
Sobald er darin Platz genommen, stieß das Boot ab, undsteuerte gegen die Landspitze von Campanella, die jetzt ungefährdrei Meilen entfernt sein mochte. Niemand wußte, wohin er be-stimmt war: Alle aber glaubten, es gelte einen Dienst, der sichauf den Lugger bezöge und einen umsichtigen Seemann zu seinerAnsführung erforderte.
Cuffe selbst war in der jüngsten Zeit unstät und ruhelos ge-wesen, wurde aber jetzt gefaßter, als er seinen alten Tischgenoffenrüstig und mit einer Geschwindigkeit dahin rudern sah, welche ihnim Laufe weniger Stunden sogar bis Neapel bringen mußte, fallsseine Reise wirklich so weit gehen sollte.
Einundzwanzigstes Kapitel.
Die Ehre ist an's Leben ihm gekettet:
Wer Eines sucht, muß für das And're auchFrisch wagen oder Beides gar verlieren.
Tatham.
So viel wußte man jetzt gewiß, daß der Irrwisch nicht in demGolfe von Salerno war. Von den hohen Masten der Fregatte anskonnte man mit Hilfe der Gläser die ganze Küste übersehen, undnirgends war ein Zeichen von einem ähnlichen Fahrzeuge zu er-