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eröffnet wurde, schickte mau nach Vito Viti; derselbe wurde daraufbeeidigt, wobei seine Aufmerksamkeit besonders auf das an demRucken des Buches angebrachte Kreuz gerichtet war.
„Habt Ihr den Gefangenen vor der heutigen Veranlassungjemals gesehen, Signor Vito Viti?" begann der Untersuchungs-richter, nachdem die einleitenden Fragen gestellt waren.
„Oefter, Signore, als ich mich gerne erinnern mag. Ich glaubekaum, daß zwei achtbare Magistratspersonen jemals ärger betro-gen wurden, als der Vicestatthalter und meine Wenigkeit! Ja,Signori, selbst der Weise kann zuweilen einem neugeborenen Kindeähnlich werden, wenn sich ein Nebel um seinen Verstand lagert."
„Erzählt dem Gerichte die näheren Umstände, unter denendieß geschah, Signor Podesta."
„Nun, Signori, das Factum war etwa folgendes: AndreaBarrofaldi ist, wie ihr wißt, Vicestatthalter der Stadt Porto Ferrajo,und ich bin deren unwürdiger Podesta. Natürlich ist es unserePflicht, uns um Alles zu bekümmern, was das öffentliche Wohlbetrifft, besonders aber um die Geschäfte und Absichten der Frem-den, welche ans unserer Insel anlangen. So mag es denn dreiWochen oder etwas drüber sein, als ein Lugger oder eine Felnckegesehen wurde —"
„Welches von beiden war es — Lugger oder Felncke?" fragteder Richter, die Feder in der Hand, um die Antwort augenblick-lich niederzuschrciben.
„Beides, Signore; eine Felncke und ein Lugger."
„Ah, es waren also zwei: eine Felncke und ei» Lugger."
„Nein, Signore, sondern die Felncke war ein Lugger. AuchTommaso Tonti wollte mich in diesem Punkte hinter's Licht führen,aber ich bin nicht umsonst so lange Jahre Podesta in einem See-hafen gewesen. Nein, Signori, es gibt alle möglichen Arten vonFelucken — Schiff-Felncken, Brigg-Felncken und Lngger-Felncken."
Als diese Antwort den Mitgliedern des Gerichts überseht wurde,