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Umständen beherrscht werden, welche mit denen einer früheren Zeitim Widerspruche stehen: gleichwohl wäre cs gnt, wenn man sicherinnerte, daß, wenn anch Veränderungen dem Geiste ebenso nvthig! sind, als dem Körper die Uebung seiner Kraft — dennoch gewisse
ewige Wahrheiten, gewisse Prinzipien des Rechts und der Klugheitj vorhanden sind, denen man sich niemals ungestraft entschlagen darf.
Die Mitglieder des Kriegsgerichts versammelten sich in derKajiite der Proserpina unter Beobachtung all' der Förmlichkeitenund äußeren Gebräuche, welche nothwendig sind, um einem Ge-richte das nöthige Ansehen zu sichern. Die Offiziere erschienenin voller Uniform; der Eid wurde mit Feierlichkeit geleistet, dieTafel war mit Geschmack hergerichtet, und ein feierlicher, würde-voller Ernst war bei allen Vorkehrungen vorherrschend. Doch ließ^ man nur kurze Zeit ungenützt verstreichen, und der Offizier,
welchem das Amt des Lord-Prevot zugetheilt war, erhielt denBefehl, seine Gefangenen vorzuführen.
Im nämlichen Moment wurden Raoul Avard und Jthuel Boltin die Kajüte gebracht; Beide waren übrigens von verschiedenenSeiten des Schiffes gekommen und hatten keinen Augenblick mit' einander verkehren dürfen.
Als die Gefangenen cingctrcten waren, wurden sie dem Gerichts-^ personale vorgeführt und ihnen die Anklagepnnkte vorgelesen. Raoul
hatte seine Bekanntschaft mit der englischen Sprache bereits zuge-geben, und so bedurfte man also keines beeidigten Dolmetschers, so daßdas Gerichtsverfahren seinen gewöhnlichen Gang nehmen konnte.
Da man den Franzmann zuerst vernehmen wollte, und Jthuelhierbei vielleicht als Zeuge erforderlich sein mochte, so wurde derLetztere wieder abgeführt, indem ein Kriegsgericht niemals gestattet,daß ein Zeuge die Angaben des andern vernehme. Hiefür hat man frei-lich in neuerer Zeit darin einen sinnreichen Ersatz gefunden, daß manbei Prozessen, deren Länge einen solchen Kunstgriff gestattet, Alles,was vorgeht, von Tag zu Tag in den Journalen bekannt macht.