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„Dann laßt fle einmal erklären, wie fle in Raoul IjvardsGesellschaft gerathen?"
„Signori," sprach Ghita nngezwnngen, denn sie hatte in diesemPunkte nichts zu verhehlen — „wir wohnen aufdcm Monte Argentaro,wo mein Oheim das Amt eines fürstlichen Thurmwächters bekleidet.Ihr wißt, wir haben von den Barbaresken längs dieser ganzen Küsteviel zu fürchten, und letzten Sommer, als der Friede mit Frankreichdie Engländer ferne hielt —ich weiß nicht, wie es kommt, Signori,aber es heißt, die Barbaresken seien immer gegen Englands Feindeam kühnsten — also letzten Sommer hatte das Schiff eines solchenSeeräubers meinen Oheim und mich ergriffen und führte uns schonin die Gefangenschaft ab, als uns ein Franzmann mit seinemLugger wieder befreite. Seit jener Zeit wurden wir Freunde, undder neue Freund hat oft in der Nähe unserer Thürme verweilt,um uns zu besuchen. Heute fanden wir ihn in einem Boote nebendem englischen Admiralschiff, und als alter Bekannter übernahmer es, uns nach der sorrcntinischen Küste zu bringen, wo wiruns derzeit bei meiner Mutter Schwester anfhalten."
Diese ganze Erzählung war so natürlich, daß sie den Zuhö-rern unwillkürlich auch die Ueberzeugnng von ihrer Wahrheit ein-flößte, und als Griffin die Geschichte übersetzt hatte, nnterließ ernicht, seinen Vorgesetzten zn versichern, daß er sich selbst für dieGenauigkeit der Angabe verbürgen wolle.
„Ja, ja, Grisfin, wenn flch's um hübsche Mädchen handelt, daseid ihr jungen Herren niemals säumig mit euren Gelübden," gabCnffe zur Antwort. „Das Mädchen sieht übrigens ganz anständigaus und —was nach der Gesellschaft, in der sie sich befindet, nochweit außergewöhnlicher erscheint — sie kommt mir auch sehr züchtigvor. Sagt ihr nur, sie solle sich nicht grämen, wenn wir uns auchnicht sogleich des Vergnügens ihrer Gesellschaft berauben können.Sie soll bis morgen früh das Backbord-Staatszimmer meiner Kajüteeingeräumt erhalten, wo fle mit ihrem Oheim um ein Gutes behag-