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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Schiffes treffe, bei denen ich wohl ans Schutz hoffen darf. Füreine verwaiste Nichte kann ich es keine sonderbare oder schlimmeGesellschaft nennen, wenn sie sich mit ihrem Oheime, der vonjeher Vaterstelle bei ihr vertreten, auf dem Wasser befindet."

Ei, richtig ja, das ist Carlo Ginntotardi, der Oheim, derschon jetzt ans Erden so viel mit Heiligen verkehrt, daß er nurselten mit einem Sünder spricht. Du weißt aber, kleine Ghita,daß einer deiner Fährleute Niemand Geringeres als Raoul Ivardist der gottloseste Kaper, der je aus einem französischen Hafenanslies eine wahre Geißel und Landplage für die ganze ita-lienische Küste. Wenn sich die Kirche so weit herabließe, voneinem solchen ungläubigen Republikaner Notiz zu nehmen, somüßte sie alle ihre getreuen Anhänger im Gebete um seine Ver-nichtung um sich vereinigen."

Raonl Ivard!" wiederholte Ghita, und zeigte dabei ein solchesErstaunen in ihrem ganzen Wesen, daß sie in den Augen des ver-wunderten Podesta hinlänglich gerechtfertigt schien.Seid Ihr auchvon der Wahrheit Eurer Behauptung überzeugt, Signor Podesta?"

So fest, als das Geständniß des Betheiligten selbst uns nurimmer überzeugen kann."

Geständniß, Signore!"

8i, schöne Ghita Geständniß. Dein Bootsmann deinEinwohner aus Capri dein Lazzarone bekennt sich selbst fürnicht mehr noch weniger als den Kommandanten des Jrrwisches jenes Werkzeuges so vieler Ungerechtigkeiten."

Thut der Irrwisch mehr als die anderen feindlichen Kreu-zer?" doch Ghita fühlte, daß sie unbescheiden werden wollte,und schwieg.

»Ich glaube, Winchester," bemerkte Cuffe,dieß ist dasselbeMädchen und Jener dort der nämliche alte Mann, welche heute inNelsons Kajüte erschienen, um ihm in Betreff des armen Prinzen, derdiesen Nachmittag aufgeknüpft wnrde, eine Mittheilung zu machen."