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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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beeilte, so lange er nur ihre Gesellschaft genießen konnte. DasGespräch war, wie man sich leicht denken kann, nicht sehr lebendig,nnd dennoch klang die tiefe Melancholie in Ghita's Stimme,wenn sie hin und wieder eine eigene Bemerkung machte oder eineseiner Fragen beantwortete, seinem Ohre weit süßer als dieKlänge der Mnsikbanden ans den Schiffen, welche eben um dieseZeit zn ihnen über's Wasser herüberwehten.

Mit dem Borrücken des Abends wurde die Landbrise stärker,nnd die Proserpina kam dem Boote allmählig wieder näher. Alsletzteres ungefähr zwei Drittheile des Golfes znrückgelegt hatte,wurde die Fregatte von einem stärkeren Lnftstrome ersaßt, derquer über die Campagne zwischen dem Vesuv und den Bergenhinter Castellamare hervorwehte, nnd pfeilschnell eilte sie jetztdahin. Ihre Segel waren alle, wie die Seeleute zu sagen pflegen,eingeschlafen, d. h. sie waren auswärts geschwellt, ohne znsammen-zuklappen, und das Schiff segelte mit einer Geschwindigkeit vonfünf bis sechs Meilen ans die Stunde.

Dieß brachte sie Hand über Hand, wie man's nennt, in dasFahrwasser des Bootes, und Ghita stellte auf Raouls Bitte dasSteuer seitwärts, um dem riesigen Rumpfe, der sich ihnennäherte, ans dem Wege zn gehen. Fast schien es, als ob dasSchiff absichtlich so nahe herankäme, denn es gierte auf eine Artnach der Jolle hin, daß das furchtsame Mädchen am Steuer dieRuderpinne voll Schrecken fahren ließ.

Fürctztet nichts," rief ihnen Griffin ans italienisch z»wir wollen euch ein Tau anbieten. Haltet still und saßt dieLeine jetzt nur hinaus damit."

Ein schmales Tan ward ansgeworfen, und da es gerade aufJthuels Kopf herabfiel, so konnte dieser wohl nicht weniger thnn,als es ergreifen. Bei all' seinem Abscheu gegen die Engländerüberhaupt und gegen dieses Schiff insbesondere, besaß unserAllcrweltspraktikus gleichwohl die ganze Vorliebe seiner Lands-