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Fünfzehntes Kapitel.
O schlumm're, Kind, so traurig — fern vom Strand,
Des Masters Murmeln mag in Schlaf dich wiegen:
Sein Arm wird dich nicht stützen, deine HandWird nicht mehr kosend auf der Stirn ihm liegen.
Fern ist er, kann dir nicht mehr weh thun, dich nicht retten:
Die Erde ist sein Grab — du mußt im Meer dich betten.
Dana.
Einen ganzen langen Soninierabend blieb Francesco Carac-cioli's Leichnam an der Fockraa der Minerva anfgehangt — einempörender Anblick für seine Landslente, so wie für die meistenFremden, welche Zeugen seines Endes gewesen waren. Dannlegte man ihn in ein Boot, beschwerte die Füße mit Doppel-kugeln, worauf er ungefähr eine Meile weit ln den Golf hinausgeführt und in die See geworfen wurde.
Die schauderhafte Art, wie er vierzehn Tage später über demWasserspiegel erschien und seine Henker zur Rechenschaft zu for-dern schien, ist als historisches Factum bekannt, und wird nochheutiges Tags von dem unwissenden, wunderliebenden Publikumjenes Landes als Mirakel erzählt*).
') So sonderbar dieser Umstand überhaupt war. und so peinlich er sür die beiCaraccioli's Tode Betheiligtcn sein mußte, so war er doch nur die ganz cinsacheFolge sehr natürlicher Ursachen. Jeder animalische Stoff schwillt vor der Berwe-sung im Wasser aus. Ein Körper. der aus diese Art doppelt io groß als früher ge-worden, nimmt natürlich den doppelten Raum der sonstigen Wafsermasse ein, wah.rend sich das Gewicht gegen srühcr nicht verändertDer menschliche Körperschwimmt in seinem natürlichen Zustande meistens so lange, als seine Lungen mitLust crsüllt sind, und so könnte also ein solcher gerade so viel Gewicht mit sich her-ausziehen, als der Unterschied zwischen seiner Schwere und jener der verdrängtenWassermasse beträgt. Caraccioli's ausrechte Stellung kam von den Kugeln her, diean seine Füße angebunden waren, und von denen sich wahrscheinlich einige nach undnach loSgemacht hatten.
*) Hierin täuscht sich der Verfasser etwas weniges, da das Gewicht des den Körper
so*