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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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wen» sich's um die Rettung eines Menschenlebens handelt ja esist noch mehr als paffendes ist sogar barmherzig-in Gottes Angen."

Was kannst dn davon wissen? Der Gedanke, daß dn vondem Blute der Caraccioli in dir trägst, hat dich dein Geschlechtund deine Lage vergessen lassen, um dir dafür eine romantischePflicht-Idee vor Angen zu halten."

Nein, Signora, so ist cs nicht. Schon vor achtzehn Jahre»hat man mich belehrt, daß der unglückliche Admiral mein Groß-vater sei; da es aber sein Wille war und er mich nicht sehenwollte, fühlte ich nie das Verlangen, mich ihm anfzudrängen.Vor dem heutigen Morgen ist mir der Gedanke, daß ich dasBlut der Caraccioli in mir trage, noch nie in den Sinn gekom-men, wenn nicht etwa, nm die Sünde meiner Großmutter zu be-trauern, und selbst jetzt hat es mir schon bitteren Schmerz ver-ursacht, daß ein so grausames Loos das Schicksal Desjenigen be-droht, der jene Schuld mit ihr theilte."

Dn bist kühn, Mädchen, daß dn auf solche Art von deinenVerwandten zu sprechen wagst, zumal sie zn dem hohen Adeldieses Landes gehören!"

Bei diesen Worten flammte hohe Rothe ans dem Antlitz derDame und ihr Blick war noch finsterer als zuvor, denn auch siezählte einzelne Vorfälle in ihrem früheren Leben, welche die ein-fache Sprache einer strengen Moralität gleich beleidigend für ihrOhr wie für ihre Erinnerung machten.

Nicht ich bin es, Ecccllenza, sondern Gott selber ist's, deralso spricht. Gerade das Verbrechen ist ein weiterer Grund, warumsich dieser große Admiral seines Einflusses bedienen sollte, um dasLeben eines Sünders vor einem so übereilten Ende zu retten. DerTod ist Allen fürchterlich, nur nicht Denen, welche mit Herz undSeele auf die Vermittlung des Sohnes Gottes vertrauen: doppeltfurchtbar aber ist er, wenn er uns plötzlich und unvorgesehen über-fällt. Zwar ist Don Francesco bereits hoch betagt: aber habt