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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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ist es ja doch sogar von Männern umveise, sich in diesen un-ruhigen Zeiten in die Politik einzumischen."

Es ist ja nicht die Politik, Signora, die mich hierher fährt,sondern einzig und allein Natur und Pflichtgefühl fromme Liebefür meines Vaters Vater!"

Was willst dn also Vorbringen, Kind?" fragte die Dame unge-duldig;vergiß nicht, daß dn vor einem Manne stehst, dessen Zeitkostbar ist und für ganze Nationen von hoher Wichtigkeit sein kann."

Ich glaube das, Eccellcnza, und will mich darum auch kurzzu fassen suchen. Ich wünsche, meines Großvaters Leben vondiesem berühmten Fremden zu erflehen. Man sagt mir, der Königwerde ihm nichts abschlagen er darf es also nur von DonFerdinands verlangen, um es auch zu erhalten."

Manche würden vielleicht die gereiften Reize der Dame derUnschuld athmeuden Schönheit des Mädchens vorgezogen haben;wer aber Beide in diesem Augenblicke gesehen hätte, müßte ganzgewiß anderer Meinung geworden sein. Auf Ghita's Antlitzstrahlte die heilige Hoffnung und der fromme Ernst, der sie hier-hergeführt hatte: dagegen lauerte ein finsterer Ansdruck hinterden Zügen der englischen Schönheit, der sie eines ihrer größtenReize der Sanftmuth und Güte ihres Geschlechts beraubte.Wären keine Zuschauer zugegen gewesen, so würde das Mädchenwahrscheinlich auf eine rauhe Art zurückgestoßen worden sein; soaber bildete Zurückhaltung keinen geringen Bestandtheil in demCharakter dieser Frau, und sie überwachte ihre Gefühle nur, umdesto besser zu ihrem Zwecke zu gelangen.

Der Admiral hier ist kein Neapolitaner, sondern ein Englän-der," gab sie znr Antwort;und kann also mit der Gerechtigkeiteures Königs nichts zu schaffen haben. Er würde es kaum fürpassend halten, sich in die Vollstreckung der neapolitanischen Ge-setze zu mengen."

Es ist immer paffend, Signora, sich dann darein zu mengen,