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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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zuerst ihre Fassung wieder, während Nelson fünf- bis sechsmal inder Kajüte auf- und abging und mit seinem verstümmelten Armezuckte, che er nur wieder aufblicken konnte.

Ich wollte eben fragen, ob denn diese ewigen Quälereienniemals ein Ende nehmen werden," bemerkte die Dame auf eng-lisch,hier aber muß wohl ein Mißvcrständniß obwalten. DasHaus Caraccioli ist eines der erlauchteste» in ganz Italien, undes ist kaum denkbar, daß Leute dieser Klasse für Den, welchenwir meinen, ein solches Interesse haben können. Ich will dcß-halb der Sache weiter nachfvrschen. Signorina," fuhr sie aufitalienisch und zwar in strengem Tone fort, als ob ihr dieß vondem Verhörenden also geboten wäreder Name Caraccioliist ei» edler Name, und wird nicht leicht von der Tochter einesfürstlichen Thurmwärters geführt werden."

Ghita zitterte und blickte beschämt zu Boden; doch war devBeweggrund ihres jetzigen Schrittes zu edel und sie selbst zu un-schuldig, um sich im Angesichte einer Schuldbewußten lange zu-rückschrecken zu lassen; als die Glut, welche der Abendröthe glich,die so oft an dem Himmel ihres Geburtslandes hinzieht, vonihren Wangen gewichen war, schlug sie die Augen empor undschaute der finsterblickeuden Dame in's Gesicht.

Ich weiß, was Eure Eeecllenza meint," lautete ihre Ant-wort,und fühle wohl, daß Ihr recht habt; doch wäre es grau-sam gegen das Kind, wenn es nicht den Namen seines Vaterstragen dürfte. Der meinige hieß Caraccioli und hinterließ mirals einziges Erbe diesen seinen Namen. Ob er selbst hiezu berech-tigt gewesen, das laßt Euch von meinem Oheim erzählen."

Sv sprecht denn, Signor Giuntotardi: zuerst gebt uns dieGeschichte dieses Namens dann erzählt uns, was Euch hier-her gebracht hat."

Meine Schwester, edle Dame, ein frommes, unschuldigesWeib, wie nur je eines in Italien lebte, der Himmel habe sie