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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
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schwindligen Klippen erstrecken, welche seine Ausdehnung gegenden Norden begränzcn. Die Ebene selbst ist wie ein Bienenkorbmit Wohnungen bedeckt nnd wimmelt von Leben, während diedahinter liegenden Höhen zahlreiche Landhäuser nnd allenthalbenSpuren menschlichen Fleißes aufwcisen.

Verlassen wir diesen lachenden Theil der Küste, so erreichenwir, der Windung des Golfes folgend, einen Punkt, wo sich dieHügel oder Höhen zu zackigen Gebirgen aufthürmen, deren zahl-reiche Spitzen sechs- bis siebentausend Fuß hoch gegen die WolkenHinansteigen; ihre Abhänge zeigen bald wilde Schluchten undAbgründe, bald malerische Wartthürme, Weiler, Klöster undSaumpfade, während ihr Fuß mit Städten nnd Dörfern bctüpfcltoder eher begränzt wird.

Hier tritt die Gebirgsformation von dem Rande des Golfeszurück und folgt theils der südlichen Küste, theils läuft sie in dasInnere des Landes weiter; das Gestade aber, das sich in einemBogen gegen Norden nnd Westen hinbiegt, gestattet uns einenBlick auf eine weite im Hintergründe vorragende Ebene, ehe esin einem hohen, inselähnlichen, komischen Berge endet, der eigent-lich die Spitze der Küsteuauszacknng bildet. Das menschliche Augewird nie einen üppigeren Schauplatz von Häusern, Dörfern, Städ-ten, Weinbergen nnd Landhäusern erblicken, als der breite Abhangdieses isolirten Berges ihm darbietet; darüber weg schweift derBlick gegen die reiche Ebene, die dahinter zu liegen scheint undwallartig durch einen fernen, geheimnißvoll aussehenden, aberkühnen Zweig der Apenninen geschlossen wird.

Kehren wir wieder zu dem Gestade zurück, das jetzt mehr ge-gen Westen ausznlansen anfängt, so stoßen wir auf einen andernTuffhügel, der die ganze charakteristische Fruchtbarkeit nnd Zer-rissenheit dieser eigenthümlichen Gebirgsformation an sich trägt;eine weite, volkreiche Stadt von fast einer halben Million Ein-wohner liegt, beinahe zu gleichen Theilen geschieden, an der