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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Alles zu sehen und zu kennen, ohne an einen Gott zu glaubenund die Kleinheit unseres eigenen Wesens zu fühlen?"

Ich liingne ja nicht, Ghita, das; eine Macht über uns ist,welche dieses Alles lenkt und regiert ich behaupte nur, daß dieseMacht der reine Gedanke, nicht ein Wesen von unserer Form undGestalt, daß es weit eher der Urgrund aller Dinge, als eineGottheitist."

Wer hat denn gesagt, daß Gott ein Wesen von unserer Formund Gestalt sei, Raonl? Niemand weiß es ja Niemand kannes wissen; Keiner wird es behaupten, der seinen Schöpfer, sowie er sollte, verehrt und anbctet."

Sagen nicht eure Priester, der Mensch sei nach seinem Eben-bilde erschaffen worden? und heißt dies; nicht uns Fleisch undBlut von Ihm beimesscn?"

Nein, nicht so, thenrer Raonl nur nach dem Ebenbildeseines Geistes. Der Mensch hat eine Seele, welche, wenn auchnur in geringem Grade, ein Ausfluß des unvergänglichen WesensGottes ist, und insofern trägt er allerdings Sein Ebenbild ansich. Mehr als dieses hat Keiner je zu behaupten gewagt. Welch'ein Wesen muß Er aber sein der Herr und Schöpfer dieserglänzenden Welten!"

Ghita, du kennst die Art und Weise, wie ich von diesenSachen denke, und ebenso ist dir auch bekannt, daß ich dein zar-tes Gemüth nickt durch das leiseste Wörtchen betrüben oder ver-wunden möchte."

Nein, Raonl, nicht deine Art zu denken, nur die Weise,in der du sprichst, ist es, welche diesen Unterschied zwischenuns begründet. Wer überhaupt denkt, kann niemals zweifeln,daß ein Schöpfer und Herr des Weltalls ein Wesen existirt,das über Alles im Himmel und ans Erden erhaben ist."

Ein höchster Gedanke, ja, wenn du so willst, Ghita; einwirkliches Wesen aber das müßtest du noch beweisen. Daßein mächtiger Gedanke existirt, der all' diese Planeten in Bewegung