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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Zehntes Kapitel.

Ein himmlischer Gedanke ist's, daß MenschemnachtDen Weg kann finden durch die Wasserwüste,

Die psadlose; daß auch der Winde Schaar

Des großen Gottes sessellose Diener

Ihm ihre ungezähmtcn Schwingen lcih'n, ihn tragenIn ferne Himmelsstriche,

Ware.

Ehita's Lage am Bord des Luggers war wahrend des heftigenKampfes, den wir oben erzählten, so unerfreulich, als man sichnur immer denken kann. Zum Gluck dauerte der Kampf für sienicht allzu lange, denn Raonl hatte ihr bis zu dem Augenblick,da der Irrwisch sein Feuer begann, jede frühere Gefahr verhehlt.Zwar hatte sie die Kanonade zwischen der Felncke und den Boo-ten wohl vernommen, doch hatte man ihr gesagt, der Kaper seibei jener Affaire durchaus nicht betheiligt, und da ihr in der Ka-jüte das Feuern sehr entfernt vorkam, so hatte sic sich auch leichttäuschen lassen. Während das eigentliche Gefecht vor sich ging,lag sie an ihres Oheims Seite ans den Knieen; sobald dasselbeaber anfgehört hatte, erschien sie ans dem Verdeck, um Raonl, wieschon erzählt wurde, um Schonung der Fluchtigen anznflehen.

Jetzt aber wurde die Scene durchaus verändert. Der Luggerwar jeder bedeutenderen Beschädigung glücklich entronnen; seinVerdeck war nicht mit Blut befleckt, und sein Sieg so vollständig,als er sich selbst nur immer wünschen konnte. Zn all' diesen Vor-theilen kam noch, das; dieser Ansgang jede Besorgnis; vor einemBootsangriffe während der Windstille der einzigen denkbarenGefahr, welche Raonl von Seiten der Fregatte zu drohen schien abgewendet hatte, denn es war doch höchst unwahrscheinlich,daß Leute, welche kaum zuvor bei einem so wohl maskirten Un-ternehmen so schlimm weggekommcn waren, noch während sie ander letzten Schlappe bluteten ihren Versuch erneuern würden.Affairen dieser Art verlangen all' die Mannszucht und Entschlos-senheit, wie sie ein mohlgeregelter Dienst nur immer gewähren