Der Irrwisch hatte keinen Schaden genommen, der der Redewcrth gewesen wäre: die Engländer dagegen zählten nicht wenigerals zwölf Tvdte n»d Verwandele. Unter den Letzteren war Win-chester selbst, nnd da er sah, daß jeder fernere Vorthcil, der nocherkämpft werden mochte, vornehmlich seinen Untergebenen zn gntkommen mußte, so machte ihn seine Wunde nm so abgeneigter, einenKamps fortznsetzcn, der auch so schon beinahe hoffnungslos war.
Anders dagegen gestaltete sich die Sache bei Raonl Ivard.Da er bemerkte, daß die Fregatte so gnt wie er selbst die Brisebenutzte nnd sich in der Richtung der Kämpfenden hinstahl, so be-schloß er, für die Kühnheit des feindlichen Versuchs volle Rachezu nehmen nnd dann erst die weitere Fahrt anzutrcten.
Demgemäß begann der Lugger durch den Wind zn wenden,und fuhr an der Luvseite der Felncke vorüber, indem er beim Vor-nbcrsegeln ei» nahes, mörderisches Feuer ans dieselbe richtete. An-fangs wurde dieses Feuer erwiedert; bald aber hörte aller Wider-stand auf, nnd als der Irrwisch eine Strecke weit luvwärts anseinem Gegner vorbei mar, sah man, wie die Engländer ihreFelncke bis ans den letzten Mann verließen, indem sie auch ihreVerwundeten mit sich nahmen. Die Boote ruderten mitten durchden Pnlverdampf der Bai entgegen, so daß ihre Richtung der desLuggers gerade entgegengesetzt war.
Es wäre für die Franzosen ein Leichtes gewesen, die Flücht-linge einznholcn, sie in den Grund zn bohren oder bis ans denletzten Mann gefangen zn nehmen; aber in Raonl Ivards Cha-rakterwar ein Zug edler Ritterlichkeit vorherrschend, und er erklärte,daß er seinen Vortheil nicht weiter verfolgen werde, da der Feindseine Kriegslist so gut ersonnen und mit so viel Kühnheit durchge-führt habe. Vielleicht mochte zn diesem Entschlüsse wohl auch derUmstand beigctragen haben, daß Ghita ans dem Verdeck erschienenwar und ihn nm Mitleid angefleht hatte; wenigstens durfte vonDer Irrwisch. iz