verweile wieder so schwach geworden, daß die Ausführung desPlanes nur um so leichter wurde.
Man darf wohl nicht annehmeu, daß alle diese Vorgänge vonRaoul Avard und dessen Gefährten unbeachtet gelassen wurden.Der junge Mann hatte allerdings unter dem Vorwände, es seisicherer, den Feind am Hellen Tage im Gesicht zu haben, seineAbfahrt muthwillig verzögert, während er doch recht gut wußte,daß er denselben in der Dunkelheit weit leichter täuschen konnte,und et ihm in der That nur darum zu thun war, das Vergnügen,seine Ghita am Bord zu habe», länger zu genießen; auch hatteer bereits an diesem Morgen an der Seite seiner Geliebten eineköstliche Stunde in der Kajüte zngebracht. Trotz dessen entgingseinem scharfen Blick auch nicht die kleinste Bewegung der beidenFahrzeuge, und er war jeden Augenblick bereit, einer drohendenGefahr mit Wort und That zu begegnen.
Bei Jthuel dagegen war der Fall ganz anders. Ihm war dieProscrpina der giftige Fluch seines Lebens, und selbst während ersein Frühstück verzehrte — was auf der Hielung des Bugsprietsgeschah, um desto besser beobachten zu können — ließ er die Fre-gatte selten länger als eine Minute aus den Augen, wenn sie nichtgerade, wie oben bemerkt wurde, ans kurze Zeit von dem Landeverdeckt war. Niemand auf dem Lugger war im Stande, zu sagen,ob man in Porto Ferrajo den wahren Charakter des Fahrzeugeserkannt habe oder nicht: aber der von Jthuel bemerkte Umstand,daß die blauen Lichter in dem Statthaltereigebäude selbst gebrannthatten, machte es dem Letzteren wenigstens wahrscheinlich, daß sieentdeckt sein möchten, und gebot ihm größere Vorsicht, als er sonstwohl gezeigt haben würde. Doch war immer noch kein Grund vor-handen, um hinter der Felucke Schlimmes zu vermuthen; sie se-gelte mit einer Zuversicht längs des Ufers hin und dem Luggerentgegen, welche recht wohl den Glauben zuließ: sie zum wenig-sten sehe den Irrwisch nicht für einen Feind an.