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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Bei diesem Anblicke lachie Raoul und befahl, das große Segeleinzureffeu. Eine halbe Stunde später ließ er das Vormarssegelanfgcien und das Bratspillsegel flach einschen: das Steuer wurdehart niedcrgeflellt und die Leinwand am Klüver windwärts gehalt.

Dieser Befehl wurde ausgeführt, mährend eben über die Bergevon Radicofani und Aqnapcndente der Tag Hereinbrack. Um dieseZeit lag der Irrwisch etwa eine Meile westwärts von dem Vor-gebirge, der tiefen Bai gerade gegenüber, die sich, wie wir schonoben erwähnten, von der Stadt ans betrachtet, in dieser Richtungbefand. Natürlich war der Lugger schon längst außer dem Be-reitste der Landbatterien; aber ver bisherige Nachtwind hattemittlerweile auch aufgehört, und es hatte allen Anschein, als obmit dem Morgen eine Windstille eintreten würde.

Darin lag um diese Jahreszeit gerade nichts Außergewöhn-liches, denn die herrschenden Südwinde waren in der Regel nurleicht und von kurzer Dauer, wenn sie nicht von einem Sturmebegleitet wurden. Die Brise ans Süden erhob sich nun allerdingsmit dem Aufgang der Sonne, war aber so schwach, daß sie kaumnoch den kleinen Lugger vorwärts zu treiben vermochte, der seinGallion gegen Südweste» gestellt hatte.

Die Proserpina steuerte in ihrem bisherigen Kurse weiter, bisder Tag so weit vorgerückt war, daß ihre Ausgncker den Irrwischendlich entdeckten, der, mit eingesetztem Klüver- und Bratspillsegelungefähr anderthalb Meilen westwärts stehend, ihr gleichsam Trotzzn bieten schien. Dieser Anblick verursachte große Bewegung aufder Fregatte: selbst die Wache auf dem Unterdeck stieg ans dieSchanze empor, um ein Fahrzeug zn betrachten, das sich durchdie Geschicklichkeit, womit es bis jetzt der Verfolgung aller eng-lischen Kreuzer in diesem Theile des Meeres entgangen war, soberüchtigt gemacht hatte.

Wenige Minuten später kam auch Griffin mit trüber, getäusch-ter Miene an Bord. Der erste Blick, den er auf die Gesichtszüge