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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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unnatürlich, wenn ein Amerikaner einem andern Staate als Eng-land dienen wollte!"

Das habe ich noch nickt gewußt, Vicestatthalter! Ichglaubte, die Amerikaner seien im Allgemeinen »ns Europäern ge-genüber ein untergeordneter Volksstamm, und könnten sich fast inkeiner Hinsicht mit uns vcrgleicken."

Da habt Ihr ganz recht, Signor Podesta," fiel der Lieute-nant hitzig ein;sie sind ganz so, wie Ihr sie Euch oorstellt, daskann Jeder auf den ersten Blick erkennen. Wir in der Marinenennen sie nur entartete Engländer."

Und doch preßt ihr sie gelegentlich, Herr Lieutenant, und sovielich von diesem Jtnellv gehört habe, sogar häufig, und ganz gegenihren Willen ja gewaltsam," bemerkte Andrea Barrofaldi trocken.

Ja, wie sollten wir das anders machen, Signore? Der Könighat ein Recht auf alle seine Matrosen, deren er dringend bedarf,und da kann's in der Eile des Pressens wohl geschehen, daß mansich einmal versieht. Dann sind auch diese Jankee's unfern eige-nen Leuten so ähnlich, daß selbst der Teufel sic nicht von einan-der unterscheiden könnte."

Der Vicestatthalter meinte doch, in all' Dem liege immer eini-ger Widerspruch, was er auch gegen seinen Freund, den Podesta,äußerte; doch ließ er die Sache vorderhand ans sich beruhen,wahrscheinlich weil der junge Lieutenant, wie er versicherte, nureinen nationale» Beweis, wie man's nennen könnte, angeführthatte: wie denn auch die englische Regierung fortwährend be-hauptete, es sei rein unmöglich, die Leute von einander zu unter-scheiden, natürlich nur, wenn's den Marinedienst galt, denn anund für sich genommen, war nichts verletzender in ihren Angen,als die Behauptung, daß zwischen beiden Völkern im Charakteroder im Aenßern irgend eine Aehnlichkeit vorherrsche.

Die ganze Berathnng endigte übrigens doch damit, daß diebeiden Italiener sich endlich zu der Ansicht des Engländers be-