ihm ganz sicher aufgehoben war. Vito Viti hielt cs für eineEhre, sich mit einem Manne zn unterhalten, der seinerseits miteinem Könige gesprochen hatte, und er konnte nicht umhin, wäh-rend er die steile Straße hinanfkenchtc, die Empfindungen, die inseiner Brust glühten, wenigstens theilweise laut werden zu lassen.
„Jst's nicht ein Glück, einem solchen Fürsten zu dienen?" riefer — „ja sogar für ihn zn sterben!"
„Letzteres ist ein Dienst, der mir bis jetzt noch nicht zu Theilgeworden," antwortete Raonl unbefangen, „der mir aber einesTages wohl noch znfallen mag. - Glaubt Ihr nicht, Podesta,daß Der, welcher für seinen Fürsten das Leben opfert, kanonisirtzn werden verdient?"
„Das würde aber doch den Kalender bei den gegenwärtigenKriegen gar zu sehr anfüllen, Signor; bei Generalen und Admi-ralen und andern hohen Personen — ja, da will ich Euch wohlrecht geben. 8i — ein General oder Admiral, der für seinenSonverain stirbt, verdient allerdings heilig gesprochen zn werden— und das, Signore, würde diese elenden französischen Republi-kaner ohne Hoffnung oder Ehre lassen!"
„Sie sind ja doch nur Canaille, vom Höchsten bis zum Nie-dersten, und können vernünftigerweise nichts Besseres erwarten.Wünschen sie heilig gesprochen zn werden — wohl, so laßt sie dieBonrbone wieder einsetzen, um rechtmäßig zn dem Genüsse einessolchen Segens zn gelangen. — Die Jagd heute Morgen mußdie Stadt zum Wenigsten belustigt haben, Signor Vito Viti?"
Bei dem Podesta bedurfte es blos einer solchen Einleitung, umsich alsbald über seine eigenen Empfindungen, seine Spannung undsein Entzücken des Langen und Breiten zu ergießen. Er verbreitetesich in den wärmsten Ausdrücken über den großen Dienst, welchender Lugger der Stadt dadurch erwiesen, daß er die schurkischenRepublikaner von ihr abgelenkt habe, und schilderte das Manöver,wo das Schiff an dem Hafen vvrübergesegelt sei, statt in denselben