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bin kein Kind, das in's Feuer hineintaumelt, weil man ihm dieGängelbande gelöst hat, und der Irrwisch leuchtet oder erlischtganz, wie es seinen Zwecken am besten znsagt. Ich wette zehngegen eins, die Fregatte kommt in den Hafen herein, besieht unsin der Nähe und viert dann wieder, um sich nach Livorno zuwenden, wo ihre Offiziere weit bessere Unterhaltung als hier inPorto Ferrgjo finden. Dieser Sir Brown hat gewiß ebensogutseine Ghita wie Naonl Ward."
„Nein, eine Ghita hat er, furcht' ick', nicht, Raonl," antwor-tete das Mädchen, gegen ihren Willen lächelnd, während die Nötheihrer Wangen unmerklich znnahm — „Livorno hat wenig so un-wissende Landmädchen, die, wie ich, in einem einsamen Wart-thurm an der Küste auferzogen wurden."
„Ghita," fiel Raonl voll Gefühl ein, „um jenen einsamenWartthnrm dürfte dich manche edle Dame zu Rom oder Neapelbeneiden, denn er hat dir die Unschuld des Herzens erhalten — einePerle, wie große Städte sie nur selten anfznweisen haben; dennwenn sie sich dort auch findet, so ist ihre Reinheit durch Gebrauchgetrübt und ihre ursprüngliche Schönheit verloren."
„Was weißt du von Rom und Neapel, von edlen Damen oderreichen Perlen, Raonl?" rief das Mädchen lächelnd, während dieZärtlichkeit, die ihr Herz in diesem Augenblick erfüllte, ihr un-willkürlich aus den Angen sprach.
„Was ich von solchen Dingen verstehe? — nun, in der That,ich bin ja in beiden Städten gewesen, und habe mit eigenen Augengesehen, was ich beschreibe. Ich ging nach Rom, um den heiligenVater zu sehen und mich zu überzeugen, ob unsere französischenAnsichten über seinen Charakter nnd seine Unfehlbarkeit richtig seienoder nicht, ehe ich mich für eine bestimmte Religion entschiede."
„Und du fandest ihn wirklich ehrwürdig und heilig, Raonl,"fiel das Mädchen mit Ernst und Nachdruck ein, denn dieß war ein^ Thema, worüber große Meinungsverschiedenheit zwischen Beiden