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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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zielten Denkweise bemitleide, antwortete er in erläuterndem, halbund halb entschuldigendem Tone und mit einem Nachdruck, dereinem Politiker Ehre gemacht haben würde:

Ganz richtig, Signor Vicestatthalter so weit es nämlichden betrifft, welchen Ihr meint; nicht aber, in so fern stch's umSir Cicero, meinen berühmten Landsmann, handelt. Laßt doch'mal sehen ich glaube, es ist noch keine hundert Jahre, seit unserCicero mit Tod abging. Er war in Devonshire geboren" dießwar nämlich die Grafschaft, wo Raonl als Gefangener gewesenund muß in Dublin gestorben sein. 8i jetzt erinnere ichmich ganz genau es war in Dublin, wo dieser tugendhafteund ausgezeichnete Schriftsteller seinen Geist anfgab."

Auf alles Das hatte Andrea nichts zu erwiedern. Vor fünf-zig Jahren herrschte unter den gebildeten Völkern noch solche Un-wissenheit in derartigen Dingen, daß man der englischen Literaturebensogut einen Homer hätte anfpfropfen können, ohne eben großeGefahr zu laufen, daß der Betrug entdeckt worden wäre.

Signor Barrofaldi war allerdings nicht sehr erfreut, da erfand, daß die Barbaren sich auch italienische Namen anmaßten:doch war er nicht abgeneigt, gerade diesen Umstand für ein Zeichenvon Barbarei der unvermeidlichen Folge ihrer eigentlichen Ab-stammung zu nehmen. Zu glauben, daß ein Mann, der sichmit der Leichtigkeit und Unbefangenheit Raonls äußerte, alle dieseGeschichten nur so erfinden könnte das war ein Gedanke, derihm bei seiner Uncrfahrenheit unmöglich beifallen konnte, und daserste Geschäft, das er beim Wiedereintritte in seinen Palast vor-nahm, war ein Notabene, das er sich machte, um später in einem»nissigen Augenblicke über die Schriften und allgemeinen VerdiensteSir Cicero's, des berühmten Namensvetters des Römers, Nach-forschungen anzustellen.

Sobald diese kleine Abschweifung vorüber war, trat er in denPalast, nachdem er nochmals seine Hoffnung ausgedrückt hatte:Sir