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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Grund angeben können, warum der Franzose eine» so nutzlosenAngriff, wie den auf ihren besten Hafen, wagen sollte, so wurdedennoch ein solches Resultat nicht nur gefürchtet, sondern sogar mitziemlicher Zuversicht als wahrscheinlich angenommen.

Kein Wunder also, wenn jedes Auge den Bewegungen desFremden folgte, welcher mit raschen Schritten die schmalen Ter-rassen der steilen Straßen hinauf eilte; war es ja doch natürlich,daß unter solchen Umstanden selbst die Mbcdcntcndste Handlungvon seiner Seite der ängstlichsten, eifersüchtigsten Beobachtung un-terworfen wurde.

Die Höhen waren abermals mitZuschanern jedes Alters, Standesund Geschlechts dicht besetzt. Wie gewöhnlich bildeten die Män-tel und fliegenden Gewänder der Frauen die Mehrheit unter derMenge; denn sobald die Neugierde in's Spiel kommt, darf manmit Sicherheit darauf rechnen, eine unverhältnißmäßige Anzahldes schönen Geschlechts versammelt zu sehen, da bei ihnen dieEinbildungskraft den Verstand nur gar zu gerne überwältigt.

Ans einer Terrasse vor dem Palaste wie man gewöhnlichdie Wohnung des Statthalters nannte stand die Gruppe der ver-sammelten Häupter der Stadt; Alle bewachten mit der ernstestenAufmerksamkeit die geringste Veränderung in dem Kurse des Schif-fes , das nunmehr der Gegenstand allgemeiner Unruhe und Besorg-niß geworden war. So emsig waren sie in der That mit derBeobachtung dieses gefürchteten Feindes beschäftigt, daß Raoulmit einem Male, den Hut in der Hand, vor Andrea Barrofaldistand, und ihn mit einer Verbeugung begrüßt-, ehe man nur eineAhnung von seiner Annäherung gehabt hatte.

Diese plötzliche, unangemeldete Ankunft erregte allgemeines Er-staunen und keine kleine Verwirrung unter der Gruppe; einer oderzwei ans der Versammlung wendeten ihre Blicke instinktartig beiSeite, als ob sle die Schamröthe verbergen wollten, welche dießunerwartete Auftreten eben desselben Mannes, von dem sie eine