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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Worte, das, was Raonl und Jthuel für eine Insel gehalten, warnichts mehr und nichts weniger als. ein Schiff.

Der Fremde stand mit dem Gallion gegen Norden: seine Ge-schwindigkeit mochte übrigens trotz des leichten Südwindes kaumüber einen Knoten in der Stunde betragen. Er hatte blos diedrei Mars- und das Klüversegel entfaltet: seine großen Segelhingen aber bereits in den Gortingen * **) ). Sein schwarzer Rumpffing eben an, etwas deutlicher hervorzutreten, und man zähltelängs der hellgelben Linie, welche die eine Seite begränzte, diedunkeln Stückpforten von dreizehn Kanonen, welche auch in derThat mit Geschütz bespickt waren. Die Hängematten waren zwarnoch nicht aufgestellt, und die Lagcrtücher hatten noch jenes leere,nachlässige Aussehen, wie es in der Regel bei Nacht ans einemKriegsschiffe wahrznnehmcn ist: gleichwohl konnte man erkennen,daß das Schiff ei» Oberdeck nebst Quarterdeck und Vorkastcllbat-terien hatte, oder mit anderen Worten: daß cs eine Fregatte war.Da sie den Hafen von Porto Ferrajo einige Minuten früher er-blickt hatte, als man ihrer ans dem Irrwisch gewahr gewordenwar, so sah man vom Ende ihrer Gaffel") einen Wimpel herab-flattern: doch war der Wind nicht stark genug, um ihre Faltenzn öffnen, so daß man die Nation hätte erkennen können, wel-cher der Fremde angehörte.

I'este!" rief Raonl Ijvard, nachdem er den Fremden eineMinute lang schweigend gemustert hatte;sollte der Herr da drü-ben zufällig ein Engländer sein, so würden wir einmal wiederhübsch in der Patsche sitzen. Was meinst du, Etvnell kannstdu vielleicht etwas von seiner Flagge bemerken? Deine Angensind die besten ans dem Lugger."

Das wäre wohl für jedes Auge zu weit, wenn mams aufsolche Entfernung, und zwar, »och ehe die Sonne am Himmel

*) So heißen im Allgemeinen alle Taue, mit welchen die Segel festgebunden werden.

**) Eine besondere Art bon Raaen am Fvckmast. D> N.