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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Mein Name ist Benedetta, Eurer Eccellenza aufzuwartenBenedettina, wenn's dem Herrn Vicestatthalter so besser gefällt;aber nicht Bettina. Wir halten viel auf unsere Namen hier un-ten am Wasser, Eccellenza."

So laßt's denn gut sein, würdige Benedetta, ich zweifle auchgar nicht, daß ihr treffliche Christen sein mögt. Eine Flaschevon Eurem Wein, wenn's Euch gefällig ist."

Die Wirthin machte in der Dankbarkeit ihres Herzens einentiefen Knix, und der triumphirende Blick, den sie den übrigen Gä-sten znwarf, mochte als entscheidende Beschwichtigung des Streitesgelten, der bei der Ankunft der beiden Würdenträger im Entstehengewesen war. Er machte der Streitfrage wegen des Weins miteinem Male ein Ende, und brachte die Krittler für immer zum Schwei-gen. Wenn sogar dcrBicestatthaltcr von ihrem Weine trinken konnte,wie dürfte da noch ein Matrose darüber zu schimpfen wagen?

Mit tausend Freuden, Eccellenza," fuhr Benedetta fort, indemsie die Flasche auf den Tisch stellte, nachdem sie zuvor mit eigenerfester Hand Pflaster und Oel abgenommcn hatte. Sie hatte sichvon jeher für besondere Veranlassungen ein halbes Dutzend Fla-schen reinen, duftenden Toskanerweines gehalten, was sie wohlthun konnte, da die halbe Gallone doch nur etwa einen Paolokostete.Millionen Mal willkommen, Eccellenza. Dieß ist eineEhre, welche der Santa ölaria üegli Venti alle hundert Jahre nureinmal zu Theil wird, und auch der Signor Podesta haben bisauf den heutigen Tag nur ein einziges Mal Muße gefundenmeine arme Thüre durch dero Gegenwart zu beschatten."

Wir Junggesellen" der Podesta gehörte nämlich so gut wieder Vicestatthalter diesem Orden anwir Junggesellen dürfenes nicht wagen, uns öfter in Gesellschaft so munterer Wittwen,wie Ihr, sehen zu lassen, deren Schönheit durch die Jahre eherzu- als abgenommen hat."

Dieß hatte eine kokettirende Antwort zur Folge. Andrea Bar-