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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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statthalter plötzlich ein, eine Abtheilnng Soldaten an Bord desJrrwisches zu senden und ihn besetzen zu lassen wie würde esdann um dich stehen?"

Laß ihn nur kommen: ich sende dann ein Boot voll Matrosenin seinen Palast da drüben (die Unterredung wurde in französischerSprache geführt, in welcher sich Ghita mit Geläufigkeit, obwohlmit italienischem Accente ausdrückte), und lasse ihn mit sammtseinen geliebten Engländern und Ocsterreichern gefangen nehmen!Pah! der Gedanke wird nie in seinem constitntionellen Gehirneauftanchen, und es ist also zwecklos, davon zu sprechen. Morgen frühschicke ich ihm meinen Premierminister, meinen Barras, Carnot,Cambacörös ich meine Jthuel Bolt: der kann sich dann mitihm über Politik und Religion besprechen."

Religion," wiederholte Ghita in traurigem Tone;je weni-ger du von diesem heiligen Gegenstände sprichst, um so lieber wirdes mir sein, und um so besser wird sich's endlich auch für dich ge-stalten. Der Zustand deines Vaterlandes macht deinen Mangelan Religio» eher zu einem Gegenstände des Bedauerns als derVorwürfe; nichtsdestoweniger aber ist dieser Mangel ein schreck-liches Unglück!"

Nun gut," versetzte der Seemann, welcher fühlte, daß ereine gefährliche Saite berührt hatte,wir wollen von andern Din-gen reden. Gesetzt auch, wir würden gefangen, welches große Unheilhätten wir wohl zu fürchten? Wir sind ehrliche Kaper, mit gültigenPatenten versehen, und handeln unter dem Schutze der einen unduntheilbaren französischen Republik man kann uns also nur zuKriegsgefangenen machen. Das ist ein Loos, das mich schon ein-mal betroffen hat, und das einzige Unglück, das daraus folgte,war daß ich mich ,Kapitän Smecs' nennen, und Mittel anf-findc» mußte, den Vicestatthaltcr gehörig zu mystificiren."

Ghita lachte, trotz der Angst, von der sie erfüllt war, dennunter die wirksamsten Mittel, welche der junge Seemann anwandte,