wie es schien, was er zunächst thnn sollte. Kaum war er übrigensans den freien Platz gelangt, als eine weibliche Gestalt, dicht ineinen Mantel eingehüllt, nahe an ihm vorbeistreifte und ihm ängst-lich in's Gesicht schaute. Ihre Bewegungen waren zu rasch undunerwartet, als daß er einen Blick von ihr hätte erhaschen können;er sah nur, wie sie ihren Weg längs der Höhe fortseyte, bis sieden am meisten von Spaziergängern besuchten Raum hinter sichhatte, und folgte ihr nach, bis sie endlich stehen blieb.
„Ghita!" sprach der junge Mann im Tone des Entzückens,als er dem weibliche» Wesen so nahe gekommen war, daß er einAntlitz, eine Gestalt erkennen konnte, die sie nicht länger zu ver-bergen strebte — „das nenne ich in der That ein großes Glück;es erspart mir manche schwere Mühe. Tausend Dank, theuersteGhita, für diese große Güte. Ich hätte dir, wie mir selbst,mancherlei Unannehmlichkeiten znziehen können, wenn ich deineWohnung hätte anfsnchen müssen."
„Eben ans diesem Grunde, Naoul, habe ich, um dich zu tref-fen, wohl viel mehr gewagt, als meinem Geschleckte eigentlichziemen mag. In diesem klatschhaften Städtchen sind gerade jetzttanscnd Angen ans deinen Lugger gerichtet, und fle werden sichganz gewiß auch nach seinem Kapitän kehren, sobald einmal des-sen Landung bekannt ist. Ich fürchte, du weißt nickt, wofürman dich und deine Leute in diesem Augenblicke hält?"
„Man wird uns hoffentlich nichts Unehrenhaftes Zutrauen,theure Ghita, und wäre es auch nur, um deine Freunde nicht inSchande zu bringen?"
„Viele halten euch für Franzosen, und behaupten laut, die eng-lische Flagge sei nur als Trngmittel von euch aufgezogen worden."
„Nun, wenn das Alles ist — den Schimpf müssen wir ertra-gen," gab Raonl Ivard lachend znr Antwort. „Das sind wir jaauch in der That, bis ans einen einzigen Mann — der ist einAmerikaner, ein trefflicherBursche, d'er uns brittische Patente ansstellt,Der Irrwisch. 4