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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Seite
46
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thümlichen Verlegenheiten, denn der Vicestatthalter stellte seineFragen zuweilen gerade so, daß das Bejahen derselben den Scheinder Verneinnng gewonnen hätte.

Er wand sich übrigens noch ziemlich glücklich aus diesenSchwierigkeiten heraus, ja es gelang ihm sogar so gut, durchseine Aenßernngen des Staunens: wie ein Fremder sein eige-nes Vaterland so gnt ja in manchen Beziehungen sogar nochbesser als er selbst kennen, wie er mit dessen Gebräuchen, Ein-richtungen und seiner Geographie so wohl vertrant sein könneAndrea's Eigenliebe zu schmeicheln, daß dieser, als endlich dieFlaschen geleert waren, seinem Nachbar in's Ohr flüsterte, derFremde zeige so viel Verstand und Kenntnisse, daß es ihn garnicht Wunder nehmen würde, wenn er sich zuletzt noch als einengeheimen Agenten der brittischcn Regierung zu erkennen gäbe,der mit philosophischen Untersuchungen über den Handel und dieSchifffahrt Italiens beauftragt sei, und vielleicht Vorschläge fürErleichterung der Geschäftsbeziehungcn zwischen beiden Ländernzu machen habe.

Ihr seid ein Bewunderer des Adels und ein treuer Anhängerder Aristokratie," fuhr Andrea Barrofaldi im Verlaufe des Ge-spräches fort;ja, wenn man die Wahrheit erfahren dürfte, so seidIhr wohl gar selbst der Sprößling eines edlen Hauses, Signore?"

Ich? ?eote! Signor Vicestatthalter, ich hasse einenAristokraten wie den Teufel selber!"

Der Fremde hatte eben einen ungewöhnlich langen Zug ansseinem Glase gethan und sprach mit einer unbedachtsamen Hitze,die er augenblicklich selbst wieder bereute.

Das ist außergewöhnlich an einem Engländer! Aha! ichsehe schon, wie's steht Ihr gehört zu der Opposirinne, undhaltet für nöthig, dies; kundzugeben. Es ist doch sonderbar, meinguter Vito Viti, daß diese Engländer in zwei politische Kastenzerfallen, die sich in Allem und Jedem befehden. Behauptet die