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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
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Vertrauen die Grundlage des Verfahrens bilden, ohne daß voneiner Anmaßung, und noch weniger von Bemerkungen darüber dieRede gewesen wäre.

Er bekleidete sein Amt nun schon seit zehn Jahren, und hattewährend dieser Zeit eine ausnehmende Geschicklichkeit in Ausübungder gewöhnlichen Dienstverrichtnngen seines Postens erlangt, dessenPflichte» er stets mit Treue und Eifer nachkam. Doch war erdabei seinen geliebten Bücher» keineswegs untren geworden, undeben in dem Augenblick, mit dein wir die folgende Scene eröffnen,hatte Signor Barrofaldi für den zu verhandelnden Gegenstandein sehr gelegenes Thema einen ausgedehnten, tief eindringen-den Kursus im Studium der Geographie beendigt.

Der Fremde wurde im Vorzimmer znrückgelassen, währendVito Viti in das innere Gemach cintrat und mit seinem Freunde,dem Vicestatthalter, eine kurze Unterredung pflog. Sobald diesezu Ende war, kehrte Ersterer zurück, um seinen Gefährten demStellvertreter eines Grvßherzogs, wenn nicht gar eines Königsvorznstellen.

Es war an dem heutigen Abende das erste Mal, daß der un-bekannte Seemann in eine Beleuchtung trat, welche seine Gestaltdeutlich unterscheiden ließ, und sobald die Strahlen einer HellenLampe ihnen erlaubten, ihre Untersuchung zu beginnen, warenauch die Blicke beider Beamten mit lebhafter Neugierde ans denFremden gerichtet. In einer Beziehung wenigstens fühlte sichkeiner von Beiden getäuscht, denn Gesicht, Gestalt und Aussehendes Seemannes übertrafen sogar noch ihre Erwartungen.

Der Fremde war ein Mann von sechsundzwanzig Jahren undmaß gewiß seine vollen sechs Fuße; seine Gestalt war ein wahresMusterbild männlicherSchönheit, und seinmusknlöserGliederban ließans entsprechende Stärke schließen. Er trug die Alltagsnniform einesSeemanns, zeigte aber dabei eine Zierlichkeit und Eleganz, welcheeinem jeden Anderen, als Andrea Barrofaldi, der solche Dinge mehr

Der Irrwisch. z