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dem Takelmerke eines Luggers weit besser als mit dem einesgrößeren Schiffes vertraut ist."
„Guernsey ist ein Land, vvn dem ich noch niemals gehörthabe," versetzte 'Maso in seiner Einfalt — „hat es etwa Ver-wandtschaft mit Holland — oder gar mit Lissabon?"
„Mit keinem von beiden. Guernsey ist eine ehemals französi-sche Besitzung, welche die Engländer aber schon vor mehreren hun-dert Jahren erobert haben. Es ist eine Insel, die dem KönigGeorg gehört, die aber in Sprache und Sitten immer noch halbgallisch ist, wie denn ein größerer Theil ihrer Bewohner nochfranzösisch spricht. Dies; ist der Grund, warum wir die Luggerden Kuttern vorziehen, welch' letztere mehr die englische Take-lage führen."
'Maso schwieg, denn diese Antwort hatte in der That diemancherlei Besorgnisse, welche er hegte, mit einem Male zerstreut.Er hatte an dem fremden Fahrzeuge so Vieles wahrgcnommen,was ihm als Französisch ausgefallen war, daß allerhand Zweifelüber dessen wahren Charakter in ihm anfgcstiegen waren; jetzt aberfühlte er, wenn anders die Angabe des Kapitäns sich bestätigensollte, jedes Mißtrauen beseitigt, denn was mar wohl natürlicher,als daß ein Fahrzeug, das auf einer ursprünglich französischenInsel ausgerüstet worden, auch einige von den Eigenthümlichkci-ten des Volkes, welches dasselbe erbaut, an sich tragen mußte?
Der Podest« war zu Haus und erwartete seinen Besuch. 'Masownrde zuerst zu einer geheimen Unterredung zugelaffen, mährendderen der Fremde in dem Vorzimmer allein blieb. Der Lvotse theilteseinem Herrn in dieser kurzen Besprechung alles mit, was er znsagen hatte — seine Berdachtsgründe, wie auch die anscheinendeLösung des Räthsels. Nachdem dieß vorüber war, verabschiedeteer sich und erhielt einen Paolo") zur Belohnung.
Vito Biti empfing sodann seinen Gast in dem Vorzimmer;
') Ein Geldstück im Wcrihe von etwa 12 Kreuzern.
D. U.