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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
22
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Im Anfang hing das Flaggentnch in gerader Linie abwärts,so daß man nichts weiter daran erkennen konnte; dock bald brei-teten sich seine Falten rasch auseinander, als sei am Bord diesesleichten Fahrzeugs Alles eben so luftig und flink, wie der Haupt-körper selbst, und man sah ein weißes Feld, von einem rothcnKreuze rcchtwinkelig durchschnitten, mit demselben Zeichen in demInnern der beiden ober» Quartiere.

Jnglesc!" rief 'Maso, bei dem Anblick der fremden Flaggeseine Mnthmaßuug endlich preisgebendja, Signore, 's istein Engländer. Ich dachte mir's gleich im Anfang; doch da derLugger nicht die sonst übliche Takelage seiner Nation zeigt, somochte ich's nicht wagen, meine Meinung zu äußern."

Ja, ja, ehrlicher Tommaso! es ist ein wahres Glück, in diesenunruhigen Zeiten einen so geschickten Seemann, wie Euch, nebensich zu haben! Ich wüßte wahrlich nicht, wie wir sonst ausfindiggemacht hätten, welchem Volke der Fremde augehört. Ein Eng-länder also! Lorpo c!i lZsceo! Wer hätte geglaubt, daß ein somächtiges Sccvolk, das überdicß noch so weit entfernt wohnt,dieses kleine Fahrzeug eine so große Strecke herschicke» würde!'s ist ja schon eine ziemliche Reise von Elba nach Livorno nichtwahr, Ghita? und doch, möcht' ich behaupten, ist Englandnoch zwanzigmal weiter entfernt."

Ich weiß wenig von England, Signore, aber ich habe gehört,daß es jenseits unserer eigenen See liegen soll. Dies; ist übrigensdie Flagge jenes Landes, denn ich habe sic schon oft gesehen. VieleSchiffe jener Nation kommen an die Küsten im tiefer» Süden."

Ja, das Land hat große Seemänner; dagegen soll cs, wieman mir sagt, weder Wein noch Ocl erzeugen. Dabei sind dieEngländer Bundesgenossen des Kaisers und Todfeinde der Fran-zosen, welche in Oberitalien so viel Unheil angerichtet haben.Das macht schon etwas ans, Ghita, und jeder Italiener sollte