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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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bemerke», den» obwohl sie vor ihrer Freundin alle mögliche Achtunghegten und ihre Vermuthungen lieber als die jeder andern Personmit angehört hatten, so suhlten sie dennoch ein so dringendes Ver-langen, ihre eigenen Stimmen hören zu lassen, daß keine Minuteverstrich, ohne daß ihren beweglichen Lippen allerlei Fragen undMnthmaßnngen entschlüpft wären. Dabei kamen denn alle nurerdenklichen Mnthmaßnngen, mitunter auch die tollesten und ab-geschmacktesten Einfälle znm Vorschein. Die Eine meinte, es sei einSchiff mit Depeschen ans Livorno, das vielleicht sogarSeineExcellenz" am Bord haben könnte. Dagegen wurde jedoch geltendgemacht, daß Livorno im Norden und nicht im Westen von Elbaliege. Eine Andere stellte die Vermnthnng auf, es könnte wohlsine Ladung von Geistlichen fuhren, welche von Corsika nach Romzöge»: man warf aber ein, die Geistlichkeit stehe eben jetzt in Frank-reich nicht so sehr in Gunsten, daß man ihr ein Schiff von soüberlegenem Range, wie das des Fremdlings offenbar sein mußte,zur Ucberfahrt eingeränmt hätte. Eine Dritte, mit mehr Einbil-dungskraft als die beiden Vorhergehenden begabt, äußerte sogarZweifel darüber, ob es überhaupt nur ein Schiff sei, denn, meintesie, es sei gar nicht selten, daß ähnliche Luftgebilde auf der Seeerschienen, welche dann gewöhnlich das Bild einer außerordent-lichen Erscheinung annähmen.

sagte Annina,das wäre aber ein förmliches Wunder,Maria; und warum sollten mir gerade jetzt ein Wunder erleben,da doch die Fasten und die meisten Festtage bereits vorüber sind?Ich glaube, daß es ein wirkliches Schiff ist."

Die Anderen lachten, und nachdem man sich noch eine guteWeile mit vielem Eifer über die Sache besprochen hatte, kam manendlich mit allgemeiner Zustimmung dahin überein, daß das un-bekannte Schiff bona kille als ein wirkliches Fahrzeug irgend einer

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