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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
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Erstes Kapitel.

Des Himmels Antlitz lächelt aus der FerneUnd malt die Wasser, alle Farben glühen

Vom reichsten Purpur bis zum Glanz der Sterne

In zauberischem Wechsel vor der Sonne Sprühen.

Und wieder ändert sich die Scene: bleich're SchattenBedecken das Gebirg, der Tag. schon im Ermatten,

Stirbt, dem Delphine gleich, den jeder neue SchauerMit jedem Athem färbt in matt'rem Glanze:

Die letzte, lieblichste verlischt grau ist das Ganze.

Childe Harold.

Die Wunder der tyrrhenischen See wurden schon seit denTagen Homers besungen und gepriesen. Daß überhaupt das mittel-ländische Meer mit seiner schönen Begränzung durch Alpen und Apen-ninen, mit den tief ausgezackten, unregelmäßigen Küsten in Allem,was Klima, Produkte und physische Formation betrifft, das köst-lichste Stück der bekannten Erde bildet ist eine Wahrheit, diewohl jeder Reisende gerne zngeben wird. Blicket hin auf die reichenGelände, die das Binnengewässer umschließen, sehet die prachtvollenVorgebirge, welche diesem Miniatnrbilde eines Oceans als Strebe-pfeiler zu dienen scheinen; ihre Abhänge tragen Alles, was einGemälde lieblich und reizendlmacht, die Höhen sind mit Wartthür-men gekrönt, auf den Fclsklippen in der Tiefe ragen geweihteEinsiedeleien, der wnnderreiche Wasserspiegel selbst ist mit SegelnDer Irrwisch. 1