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IV. D s h e m s h j d.
Als Dshemshjd den Tbron bestieg, befestigte erdie Grundlage der Herrschaft, und begründete dieSchlußsteine des Rechts. Er behandelte seine Unter-thanen mit Milde und Sanstmuth. Die Thore gc-wallthätiger Anmaßung schloß er vor dem Angesichtdes Menschen, und ward erhaben vor den Völkernder Erde durch vollkommenen Verstand, eindringendeEinsicht und ein treffliches Gemüth.
Die P.rscr sagen, er habe alle sieben Erdgürtelbeherrscht; Menschen und Geister haben ihm ge-horcht; er habe zu dem Allmächtigen gestehet, daßer von den Menschen Krieg, Krankheit und Todhinwegnehme, und dreyhundcrt Jahre sey niemandin seinem Reiche durch diese liebe! hinweggerafftworden: darum habe man am Tage Ehordad desMonats Fcrwardin die Sarge zerbrach n 3,. Einigeunwissende Perser verwechseln Dshemihjd mit Sa-lomo : aber nach den besten Geschichtschreibern ver-flossen zwölfhundert Jahre von Dshemshjd bis aufSalomo 4 ). Auch weiß man, daß jener vom wahrenGlaubcn endlich absiel, und von Salomo spricht dasWort Gottes (der Koran): „Und Salomo wardnicht ungläubig 5)." Er wurde nie besiegt; aberDshemshjd unterlag dem Sohak.
Da Dshemshjd die Körperwelt wie mit einemKreise umfaßte 6 ), da Land und See ihm zu Ge-bote stand, da das Auge seiner Erfahrung die Na-tur der Welt durchschaute, und der Sonnenblick sei-ner Scharfsicht die verborgensten Wahrheiten auf-klärte , erkannte er, daß Himmel und Erde den all-wcisen und allmächtigen Urheber verkündige, und daßalle-Werke der unbcgranzten Weisheit nützlich undlehrreich feyn. Also sandte er vertraute Eilboten in