Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
Seite
315
Einzelbild herunterladen
 

3.5

> > >>><!,

Nach den Sagen der Morgenländer.

Um ausdaurende Kraft ihm zu verleihen;

Er genoß sie; hoch pries er die Wirkung;

Die Speise gefiel seinem Gaumen; er nannte den Er-finder einen glücklichen Mann.Da sprach Ebliß, der Betrüger, zu ihm:

Lebe ewig, erhabener König!

Morgen werde ich dir eine Schüssel bereiten,

Die ganz neu dich beleben soll."

Er ging und sann die Nacht über nach,

Was für ein Gericht er morgen wolle anrichten.

Des andern Tages, als das blaue Gewölbe des Him-mels

Mit rubinenem Glanze zu strahlen anfing k>8),

Machte er eine Speise aus Rebhühnern und weißenFasanen.

Er trug sie mit hoffnungsvollem Herzen ihm auf.Sobald der Fürst der Araber zugelangt harre,

Uebergab der Unkluge, Entzückte, dem Ebliß denRing bg).

Den dritten Tag aus Geflügel und LammBereiter' er ihm mannigfaltige Gerichte.

Am vierten, als er die Tafel austrug,

Besetzte er sie mit einem Kalbsbug,

Der mit Saffran und Rosenwasser,

Mir altem Weine und Bisam gewürzt war.

Als Zohak die Hand in die Schüssel gelegt und gekostetharte,

Staunte er den geschickten Mann an;

Sprach:seh' zu, was dir gelüsten mag,

Begehre, was du willst, o du einnehmender Mann!"Es erwiederte dein König Ebliß der Koch:

Lebe glücklich, o König, der Herrschaft würdig, undewig!

Mein Herz erfüllet nur Liebe zu dir;