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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
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256 III. Perscpolitanische Briefe.

werden mußte. Auch das Christcnthum, das sie zu-erst genutzt hatte, trat ihnen entgegen, so wie siegegentheils das Christcnthum nachafftcn und simu-lirten. Das Weihnachtfcst sollte die Mummcreyen,den Dienst der Sonne in geweihten Höhlen verdrän-gen, und der Welt auch festmaßig verkündigen: derGehoffte sey da; bald aber mischte es sich selbst mitMummereycn, die cs noch nicht ganz abgelegt hat.Wer sollte denken, daß ein Kalender, in frühen Zei-ten der Welt am Caspischen Meer geordnet, durchdie fortrollende Aenderung der Zeiten uns von Romaus Gebrauche und Mißbrauche unserer Feste gege-ben? Und so ist es; der neugebornc Welterlöserward Mithra.

Wir sind in Zeiten gefallen, l.. in de-

nen wir die Macht eines ansteckenden, fast unüber-windlichen Wahns der Zeiten, mehr als ge-nug ist, kennen lernen. Er ging den nämlichenGang wie vormals. Wünsche, Hoffnungen, Ge-heimnisse, Symbolisationen schlichen voran; sie wur-den lauter und lauter, bis endlich ein allgemeinerGlaube ausgebildet da stand: „die Zeit ist gekom-men! Mi'.hra, der Genius der Weltverjüngung,ist da!" Unruhvoll stehen wir vor dem großen Mar-mor der Zeiten, auf welchem der niedergedrückteStier, der seine Jahre erlebt und überlebt hat,die Wunde empfängt; Hund und Schlange sindgierig nach dem Blut der Wunde, der Scorpionbeißt, die Krähe weissagt. Hoffen wollen wir, daßauch aus diesem Untergange neue Kraft, verviel-fältigt-neues Leben in tausend Gestalten, Früch-ten , Baumen und Krautern organisirt und geson-dert hervor gehen werden, die alle voreinst im Ur-

stier